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Samstag, 1. Februar 2014

Auf Wiedersehn, Franziska! (1941)

Marianne Hoppe, Hans Söhnker
Mickey Mouse, Marianne Hoppe

Auf Wiedersehn, Franziska! ist ein deutscher Spielfilm von Helmut Käutner aus dem Jahr 1941.

Handlung:

Eine Kleinstadt im Spätherbst 1932: Die junge Franziska lernt den Bildreporter und Wochenschaumann Michael kennen und lieben. Nach einer ersten gemeinsamen Nacht muss er bereits der Arbeit für eine New Yorker Agentur wegen verreisen und Franziska bleibt allein zurück. Über Michael gerät sie mit ihrem Vater in Streit, da sie nun auf eigenen Beinen stehen will und seine Fürsorge zurückweist. Sie zieht nach Berlin, wo sie ein eigenes kleines Atelier für Miniaturspielzeug eröffnet und mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Nach einem Jahr kündigt sich Michael bei ihr an. Sie gibt vor, ihn nicht zu lieben und frei und unabhängig zu sein, gesteht ihm am Ende aber doch ihre Liebe. Er macht ihr einen Heiratsantrag und sie willigt trotz Bedenken ein. Da er bereits am nächsten Tag wieder für einen Job das Land verlassen muss, zieht sie in ihr Heimatdorf zurück – in Michaels Villa, die sie gemeinsam mit der Haushälterin renoviert und wohnlich einrichtet. Sie ist von Michael schwanger, verschweigt dies jedoch ihrem Vater.
Michael versucht, aufgrund der bevorstehenden Hochzeit mit Franziska von seinem New Yorker Chef frei zu bekommen. Als dies nicht möglich ist, will er kündigen, doch besteht sein Chef auf einer Vertragserfüllung bis Sommer 1939...

Altersfreigabe der zensurierten BRD-Fassung    FSK 6

Stab:

Regie     Helmut Käutner
Drehbuch     Helmut Käutner, Curt J. Braun
Produktion     Terra-Filmkunst G.m.b.H., Herstellungsgruppe Hans Tost
Musik     Michael Jary
Kamera     Jan Roth
Schnitt     Helmuth Schönnenbeck

Besetzung:

    Marianne Hoppe: Franziska Tiemann
    Hans Söhnker: Michael Reisiger
    Fritz Odemar: Professor Tiemann
    Rudolf Fernau: Dr. Christoph Leitner
    Hermann Speelmans: Buck Standing
    Margot Hielscher: Helen Philips
    Herbert Hübner: Ted Simmons
    Frida Richard: Kathrin
    Klaus Pohl: Briefträger Pröckl
    Erich Ziegel: Arzt
    Rudolf Kalvius: Anwalt
    Josefine Dora: Frau Schöpf
    Traute Baumbach
    Marianne Beckmann
    Ursula Herking
    Edith Hildebrand
    Gustl Kreusch
    Ruth Kruse
    Vera Mayr
    Ernö René
    Annemarie Schäfer
    Marianne Stanior
    Hans Wallner
    Beryl Roberts
    Louis Brody
    Aribert Wäscher
    Evelyn Künneke

Auf Wiedersehn, Franziska! entstand vom 30. Oktober 1940 bis Mitte Februar 1941. Die Innenaufnahmen wurden im Ufa-Atelier Berlin-Tempelhof gedreht, während die Außenaufnahmen in Burghausen an der Salzach entstanden. Die Uraufführung fand am 24. April 1941 im Atlantik-Palast in München statt, wobei der Film vom Publikum positiv aufgenommen wurde. Am 6. Mai 1941 wurde Auf Wiedersehn, Franziska erstmals im Capitol am Zoo in Berlin gezeigt. Der Film erhielt von der Filmprüfstelle das Prädikat „Künstlerisch wertvoll“.
Bis Dezember 1941 spielte der Film 3.113.000 Reichsmark ein. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Film von den Alliierten verboten und durfte erst 1951 in einer um neun Minuten gekürzten Version gezeigt werden. Der Film, dem das Ende fehlte, war nun ab 16 Jahren zugelassen. Im Jahr 1983 erfolgte eine erneute Prüfung des Films, der seitdem in einer Länge von 97 Minuten gezeigt werden darf und von der FSK ab 6 Jahren freigegeben wurde.

Die letzte Szene, aus der hervorgeht, dass Michael sich der Pflicht bewusst sei, seinem Vaterland zu dienen, dass er eingesehen habe, dass sein ganzes Leben vorher falsch und dumm gewesen sei, dass er ein Deutscher sei und dass er jetzt seine Pflicht fürs Vaterland zu erfüllen habe, is auch jetzt verboten in der BRD und fehlt in dieser Fassung.

http://dfiles.eu/files/9so21h927

Donnerstag, 30. Januar 2014

Kautschuk (1938)

René Deltgen

Kautschuk ist ein deutscher Abenteuerfilm von 1938. Alternativtitel ist Die grüne Hölle.

Handlung:

Der Film spielt 1876 und beginnt in London. Sir Joseph Dalton Hooker, der Direktor der Royal Botanic Gardens in Kew, hat eine Audienz beim Lordkanzler. Hooker weist auf den Bedarf Englands an Naturkautschuk und das darauf bestehende Monopol Brasiliens hin, was eine "unerträgliche" Abhängigkeit darstelle. Der Lordkanzler weist auf in Vorbereitung befindliche Handelsabkommen hin, aber Hooker befürchtet, dass der hohe Abbau von Kautschuk in 50 Jahren den Kautschukpreis auf die Höhe von Gold treiben werde. Hooker schlägt daher vor, in den britischen Kolonien Gummibaum-plantagen anzulegen. Die Ausfuhr von Gummisamen steht in Brasilien allerdings unter hohen Haftstrafen. Einem illegalen Export verweigert der Lordkanzler jedwede Unterstützung der Krone. Hooker erwähnt daher einen Vertrauensmann, Henry Wickham, der das illegale Unternehmen auf eigene Faust durchführen wolle, wovon der Lordkanzler aber nichts hören möchte und das Gespräch beendet.
Mit dem Dampfer Victoria fährt Wickham von Liverpool nach Pará. Mit an Bord ist Mary Waverly, Tochter des britischen Konsuls, auf dem Weg von einem London-Aufenthalt zurück nach Brasilien. Trotz der Proteste ihrer ebenfalls an Bord befindlichen Tante Betty verbringt Mary die meiste Zeit an Bord mit Henry Wickham. Lady Betty weist Henry darauf hin, dass Mary in Pará so gut wie verlobt sei mit dem vermögenden Rinderzüchter und Großgrundbesitzer Don Alonzo de Ribeira.
Zurück in Brasilien eröffnet Mary ihrem Vater, dass sie Don Alonzo nicht mehr heiraten möchte...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Eduard von Borsody
Drehbuch     Franz Eichhorn, Eduard von Borsody, Ernst von Salomon
Produktion     Ernst Krüger
Musik     Werner Bochmann
Kamera     Willy Winterstein, Edgar Eichhorn

Besetzung:

    René Deltgen: Henry Wickham
    Gustav Diessl: Don Alonzo de Ribeira
    Herbert Hübner: Konsul Waverley
    Vera von Langen: Mary, dessen Tochter

In den Film eingearbeitet sind Szenen aus einem Dokumentarfilm über den Amazonas von Franz und Edgar Eichhorn. Diese boten den Film der UFA an, woraufhin das Drehbuch nach Franz E. Anders' (einem Pseudonym Franz Eichhorns) Roman "In der grünen Hölle" geschrieben wurde.
Gedreht wurde von Juli bis Oktober 1938 in den Babelsberg-Studios und in Travemünde. Die Uraufführungen waren am 1. November 1938 im Ufa-Palast Hamburg und am 8. November im Ufa-Palast am Zoo in Berlin.

Der Film erhielt das Prädikat „Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll“.

http://dfiles.eu/files/1yup3400f

Montag, 30. Dezember 2013

Burgtheater (1936)

Olga Tschechowa, Willy Eichberger

Handlung:

Der Film spielt in Wien um 1900. Der berühmte Burgschauspieler Friedrich Mitterer findet in der Schneidermeisterstochter Leni Schindler, die er in der Kirche beim Gebet gesehen hat, die Liebe seines Lebens. Diese aber liebt den unbekannten jungen Schauspieler Josef Rainer, der bei ihren Eltern als Untermieter wohnt.
Leni entdeckt eine Einladungskarte für Mitterer bei der Baronin Seebach und gibt diese an Rainer, der nun an Stelle Mitterers bei der Baronin erscheint. Diese ist zwar enttäuscht, stellt ihn nun aber geistesgegenwärtig ihren Gästen als Neuentdeckung vor und verschafft ihm eine kleine Rolle am Burgtheater.
Da sie sich zudem in ihn verliebt hat, setzt der eifersüchtige Ehemann der Baronin durch, dass ihm vom Burgtheater gekündigt wird...

Stab:

Regie Willi Forst
Drehbuch Willi Forst, Jochen Huth
Produktion Willi Forst-Film
Musik Peter Kreuder
Kamera Ted Pahle
Schnitt Hans Wolff

Besetzung:

 Werner Krauß: Friedrich Mitterer
 Hortense Raky: Leni Schindler
 Olga Tschechowa: Baroness Seebach
 Hans Moser: Sedlmayer
 Carl Günther: Baron Seebach
 Josefine Dora: Frau Schindler
 Willy Eichberger: Josef Rainer
 O. W. Fischer: Schauspieler des Burgtheaters
 Erik Frey: Schauspieler des Burgtheaters
 Camilla Gerzhofer: Frau von S.
 Franz Herterich: Direktor des Burgtheaters
 Maria Holst: Fritzi
 Karl Paryla: 1. junger Schauspieler
 Karl Skraup: Schneidermeister Schindler
 Fred Steinbacher: 2. junger Schauspieler
 Marietta Weber: Schauspielerin
 Adi Berber: Heurigensänger

Berühmt wurde die Filmmusik von Peter Kreuder, deren ernste Phasen der 4. Sinfonie von Anton Bruckner entlehnt wurde. Die bekannteste Melodie Sag beim Abschied leise Servus, gesungen von Greta Keller, geht auf eine Polka aus der Operette Blindekuh von Johann Strauß (Sohn) zurück. Kreuder machte daraus einen langsamen Walzer, der Text stammte von Harry Hilm, der zum Evergreen wurde. Bauten und Szenenbilder stammten von Kurt Herlth, Werner Schlichting und Emil Stepanek.

Für Willy Eichberger war Burgtheater sein letzter Reichsfilm. Er arbeitete weiter als Deutscher von Dienst in amerikanischen Filmen und starb 4. Dezember 2004 in Brentwood, Kalifornien, 102 Jahre alt.

http://dfiles.eu/files/r9caemn06

Mittwoch, 13. November 2013

Der Bettelstudent (1936)

Marika Rökk

Der Bettelstudent, Untertitel Ein heiteres Spiel mit Musik aus der Zeit, in der August der Starke zugleich König von Polen war, ist eine deutsche Operettenverfilmung von Georg Jacoby aus dem Jahr 1936. Sie beruht auf der Operette Der Bettelstudent von Carl Millöcker.

Handlung:

Polen im Jahr 1704: Das Land wird vom sächsischen Kurfürsten August der Starke regiert, der in Krakau den Oberst Ollendorf als Statthalter eingesetzt hat. Es gilt das Standesrecht, nächtliche Versammlungen sind verboten. Ollendorf gibt einen Ball, zu dem auch die verarmte Gräfin Nowalska mit ihren beiden Töchtern Bronislawa und Laura eingeladen ist. Bronislawa ist wie immer nur am Essen und Tanzen interessiert und bringt die Gräfin damit in Verlegenheit. Laura jedoch wird von den Männern umschwärmt. Auch Ollendorf will mit Laura tanzen, die sich ihm entzieht. Als er sie weiter bedrängt und auf die Schulter küsst, erhält er von Laura eine Ohrfeige, da er nicht standesgemäß und auch kein Pole ist. Er lacht darüber, schwört aber im Geheimen Rache.
In Krakau ist unterdessen ein geheimnisvoller Mann erschienen, der von den Soldaten gejagt wird. Der Pole Jan Janicki gewährt ihm Unterschlupf. Der Fremde stellt sich ihm als Symon Rymanowicz vor. Sie erkennen bald, dass es ihnen beiden um die Freiheit Polens geht, und so nimmt Jan Symon auf eine Versammlung landestreuer Polen mit, die die Revolution planen...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Georg Jacoby
Drehbuch Walter Wassermann, Lotte Neumann als C. H. Diller
Produktion UFA
Herstellungsgruppe Max Pfeiffer
Musik Alois Melichar
Kamera Ewald Daub
Schnitt Herbert B. Fredersdorf

Besetzung:

 Johannes Heesters: Symon Rymanowicz / Herzog Kasimir
 Carola Höhn: Laura Nowalska
 Marika Rökk: Bronislawa Nowalska
 Berthold Ebbecke: Jan Janicki / Graf Opalinski
 Ida Wüst: Palmatica Gräfin Nowalska
 Fritz Kampers: Gouverneur Oberst Ollendorf
 Ernst Behmer: Gefängniswärter Enterich
 Harry Hardt: Rittmeister
 Hans Joachim Schaufuß: Fähnrich Henrici
 Wilhelm Bendow: Friseur
 Gerhard Bienert: Tierbudenbesitzer Kinsky
 Karl Platen: Diener Stefan
 Paul Schwed: Korporal
 Reinhold Bernt: Pedell
 Herbert Ebel: Polnischer Student
 Carl Iban: Gefangener
 Max Vierlinger: Adjutant des Oberst
 Ernst Deitermann: 1. Polnischer Student
 Walter Kunkel: 2. Polnischer Student
 Heinz Piper: 3. Polnischer Student
 Victor von Zitzewitz: 4. Polnischer Student
 Isolde Laugs: Polnische Händlerin

Johannes Heesters hatte die Rolle des Symon Rymanowicz erstmals im September 1934 an der Wiener Volksoper gespielt und für diese Rolle sein Schuldeutsch deutlich verbessert. Als er 1936 neu zur UFA kam, wurde gerade nach einer Hauptrollenbesetzung für eine Verfilmung des Bettelstudenten gesucht. Heesters wurde in der Rolle des Symon Rymanowicz besetzt; zwar war es seine erste Rolle in einem UFA-Film, doch hatte die Macher neben der Operettenerfahrung Heesters' auch sein Auftritt im österreichischen Spionagefilm Die Leuchter des Kaisers überzeugt. Neben Heesters, dessen Vorname Johan für den deutschen Markt in Der Bettelstudent zum ersten Mal in Johannes verändert wurde, war auch Marika Rökk erst 1936 zur UFA gekommen. Der Bettelstudent wurde der erste einer Reihe von gemeinsamen Filmen von Heesters und Rökk. Die Dreharbeiten, die Mitte März im UFA-Atelier Babelsberg begannen, gestalteten sich schwierig. Marika Rökk hatte zu dieser Zeit bereits eine Affäre mit Regisseur Jacoby, ihrem späteren Ehemann, begonnen, und benahm sich am Set divenhaft. „Bevor ich bei Jacoby geborgen war, stellte ich viel an. […] Ich leistete mir Launen, Extravanganzen und eine völlig unberechtigte Überheblichkeit. Morgens erhob ich mich gemütlich aus den Federn und schlenderte mit Verspätung ins Atelier. Ich gab mir auch keine große Mühe mit dem Studium der deutschen Sprache“, so Rökk rückblickend. Rökks Probleme mit der Aussprache und verpasste Einsätze sorgten am Set für Spannung. Kritik von Regisseur Jacoby führten zum Teil dazu, dass Rökk das Atelier verließ. Rökks Auftreten sorgte für eine Verzögerung der Dreharbeiten, die dennoch bereits nach einem Monat Mitte April 1936 beendet werden konnten.
Die Premiere fand am 20. August 1936 in Den Haag statt. Am 29. August lief Der Bettelstudent auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig und wurde am 23. November 1936 im Ufa-Palast am Zoo in Berliner Erstaufführung gezeigt. Bereits 1937 folgte mit Gasparone eine weitere Millöcker-Verfilmung mit Rökk und Heesters in den Hauptrollen.
Der Bettelstudent enthält verschiedene Lieder Millöckers, die von Johannes Heesters gesungen werden, darunter Ach, ich hab’ sie ja nur auf die Schulter geküsst und Ich knüpfte manche zarte Bande. Der Titel Nimm’ mein Herz in deine Hände wurde extra für den Film komponiert.

Der Bettelstudent erhielt von der Filmprüfstelle das Prädikat „Künstlerisch wertvoll“.

http://dfiles.eu/files/4yp98w868

Montag, 28. Oktober 2013

Geheimnis eines alten Hauses (1936)

Magda Schneider, Wolf Albach-Retty

Geheimnis eines alten Hauses ist eine Komödie mit dem Traumpaar Wolf Albach-Retty und Magda Schneider.

Handlung:

Im Jahr 1736 war eine Wette geschlossen zwischen einer Frau und einem Baumeister über die Bewohnbarkeit eines gerade erbauten Patrizierhauses nach 200 Jahren. Ein Nachfahre einer Partei der Wette, eine Kostümzeichnerin, hat im Jahr 1936 kein Geld für die notwendigen Renovierungsarbeiten an dem ererbten Bauwerk, und der Nachfahre des Baumeisters, ein junger Architekt, verliebt sich in sie...

Stab:

Regie: Rudolf van der Noss
Drehbuch: S. S. von Varady
Kamera: Hugo von Kaweczynski
Musik: Werner Bochmann

Darsteller:

Käthe Haack ... Ursula Maria Hofmeyer
Artur Malkowsky ... Tobias Eberlein
Paul Bildt ... Notar Frobenius
Magda Schneider ... Mary Hofmeyer
Wolf Albach-Retty ... Teddy Eberlein
Kurt Vespermann ... Alfred Timm
Grethe Weiser ... Lena Richter
Karl Etlinger ... Jacob
Ernst Waldow ... Dr. Weber

http://dfiles.eu/files/768b3h173

Montag, 21. Oktober 2013

Johann Baptiste Lingg (1920)

Edmund Löwe

Johann Baptiste Lingg (der Film wurde auch mit dem Titel Unter der Fremdherrschaft der Franzosen gezeigt) ist ein historisches Drama über das Leben des Mannes, der am 20. Februar 1807 die Stadt Herzfeld rettete.

Regie: Arthur Teuber
Hilfsregie: Hella Thornegg
Buch: Fred Schlick-Manz, Arthur Teuber
Musik: Helgo Hahn

Carl Auen ... Johann Baptiste Lingg
Irmgard Bern ... Maria Braun
Frida Richard ... Frau Lingg
Ludwig Hartau ... Wilhelm I., Kurfürst von Hessen
Albert Patry ... Johann Lingg
Alexander Ekert ... Marias Vater
Georg John ... Gutsverwalter Wolleck
Edmund Löwe ... Napoleon Bonaparte
Fred Immler ... Leutnant Joui
Oscar Marion ... Carl Schröter
Friedrich Degner ... Pforr, Tuchbereiter
Ilse Wilke ... Mutter Schröter
Viktor Senger ... General Barbot
Hella Thornegg ... Marias Mutter

Im Jahr 1859 wurde das von Josef Rank geschriebene Theaterstück Der Mann von Hersfeld uraufgeführt. Auf diesem Theaterstück basiert der Film Johann Baptiste Lingg der am 24. August 1920 im Marmorhaus am Kurfürstendamm erstaufgeführt wurde.

http://dfiles.eu/files/cb0hwuwny

Samstag, 19. Oktober 2013

Die verkaufte Braut (1932, English subtitles)


Die verkaufte Braut ist eine von Max Ophüls 1932 gedrehte Verfilmung der Komischen Oper Die verkaufte Braut von Bedřich Smetana. Diese Produktion war die erste Filmoper.

Handlung:

1859 auf einem Kirchweihfest in Böhmen. Der Heiratsvermittler Kezal will die Bürgermeisterstochter Marie an Wenzel, den Sohn des reichen Micha verkuppeln. Marie verliebt sich aber in den Postkutscher Hans und versteckt sich mit ihm im Trubel des Kirchweihfestes.
Unterdessen ist der Wanderzirkus Brummer eingetroffen, und Wenzel hat ein Auge auf die Artistin Esmeralda geworfen, Zirkusdirektor Brummers Pflegetochter. Die Eltern von Marie und Wenzel sind mit dieser Entwicklung unzufrieden. So wird Marie in ihr Zimmer eingesperrt, und der Zirkus erhält vom Bürgermeister keine Erlaubnis zur Vorstellung.
Kezal bietet Hans 300 Gulden, wenn er auf Marie verzichtet, und als er das Geld annimmt, spricht sich herum, er habe seine Braut verkauft...

Altersfreigabe FSK 6

Stab:

Regie Max Ophüls
Drehbuch Curt Alexander, Max Ophüls
Libretto Karel Sabina
Produktion Reichsliga-Film (Produktionsleiter: Karl Ritter)
Musik Theo Mackeben, Bedřich Smetana (Oper)
Kamera Reimar Kuntze, Franz Koch
Schnitt Paul May

Besetzung:

 Willi Domgraf-Fassbaender: Hans
 Jarmila Novotna: Marie
 Otto Wernicke: Heiratsvermittler Kezal
 Hermann Kner: Micha
 Maria Janowska: Agnes, Michas Frau
 Paul Kemp: Wenzel
 Karl Valentin: Rudolph Brummer
 Liesl Karlstadt: Katinka Brummer
 Annemarie Sörensen: Esmeralda Brummer
 Max Nadler: Bürgermeister
 Max Schreck: Muff
 Therese Giehse: Werberin beim Fotografen
 Beppo Brem: ein Bauernbursche
 Kurt Horwitz: Sänger
 Dominik Löscher

Gedreht wurde vom 16. Mai 1932 bis in den Juni 1932 in der Umgebung von München und in den Emelka–Studios in München-Geiselgasteig. Um eine möglichst wirklichkeitsnahe Kirchweihatmosphäre zu schaffen, wurden echte Jahrmarktsleute engagiert, die mit ihren Familien nach Geiselgasteig kamen. Karl Valentin ist, unterstützt von Liesl Karlstadt, in seinem ersten Tonfilm zu erleben, und Beppo Brem hatte in einer stummen Rolle seinen ersten Filmauftritt überhaupt.
Mit der Reklame „Erster Operntonfilm – Welturaufführung“ wurde der Film am 18. August 1932 in München und am 2. September 1932 in Berlin gestartet. Das Publikum nahm den Film mit großem Beifall auf. Das temporeiche, mit vielen Freilandaufnahmen durchsetzte und stark musikalisch geprägte Werk bedeutete für den bis dahin kaum bekannten Max Ophüls den Durchbruch als Regisseur.

Leider ist die Bildqualität dieser Version sehr grob.

http://dfiles.eu/files/8v553aig5

Freitag, 11. Oktober 2013

Leise flehen meine Lieder (1933, japanische Untertitel)

Marta Eggerth, Hans Jaray

Leise flehen meine Lieder ist ein musikalischer Spielfilm aus dem Jahre 1933, in dessen Mittelpunkt das Leben des Komponisten Franz Schubert steht.

Handlung:

Der junge Komponist Franz Schubert muss aus Geldnot seine Gitarre versetzen, um wenigstens seine Miete auch weiterhin bezahlen zu können. Emmy, die Tochter des Pfandleihers, ist von seinem bescheidenen und freundlichen Auftreten so angetan, dass sie ihm einen höheren Betrag auszahlt, als das Instrument wert ist. Bald kommen sich beide ein wenig näher. In der Zwischenzeit sucht der Kapellmeister Antonio Salieri Schubert auf, von dessen Talent er gehört hat. Er bietet dem hauptberuflich als Hilfslehrer arbeitenden Schubert an, von ihm bei einer anstehenden Soirée der Gräfin Kinsky als Nachwuchstalent in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Als der Wiener seine unvollendete Sinfonie vorträgt, fallen ihm inmitten des Spiels plötzlich mehrere mögliche Enden ein, die er dann im künstlerischen Eifer in noch nicht ausgereiften Variationen vorträgt. Als er dafür im erlauchten Publikum Gelächter – vor allem von der jungen Gräfin Esterházy – erntet, ist Schubert derart irritiert, dass er seinen Vortrag abbricht und erzürnt die Soirée verlässt.
Wenige Tage darauf wird Schubert als Musiklehrer in das gräfliche Schloss der Esterházys nach Ungarn eingeladen. Dort trifft er erneut auf die Komtesse, die sich einerseits für ihr Benehmen unlängst entschuldigt, ihn andererseits aber wie einen Angestellten behandelt...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Willi Forst
Drehbuch Walter Reisch, Willi Forst
Produktion Gregor Rabinowitsch, Arnold Pressburger
Musik Willy Schmidt-Gentner unter Verwendung von Schubert-Kompositionen
Kamera Franz Planer
Schnitt Viktor Gertler

Besetzung:

 Hans Jaray: Franz Schubert
 Marta Eggerth: Caroline Komtesse Esterházy
 Luise Ullrich: Emmy Passenter
 Hans Moser: ihr Vater, ein Pfandleiher
 Otto Tressler: Graf Esterházy, Carolines Vater
 Gucki Wippel: Komtesse Marie, seine jüngere Tochter
 Raoul Aslan: Hofkapellmeister Antonio Salieri
 Anna Kallina: Gräfin Therese Agnes von Kisnky
 Blanka Glossy: Schuberts Wirtin Frau Huber
 Paul Wagner: Leutnant Folliot
 Hans Olden: Hüttenbrenner, Schuberts Freund
 Ernst Arndt: Ein Wiener Sekretär
 Karl Forest: Der Schulmeister
 Eduard Loibner: Ein Gläubiger

Leise flehen meine Lieder war die erste Regiearbeit von Willi Forst.
Es sangen die Wiener Sängerknaben und der Chor der Wiener Staatsoper, es spielte die Zigeunerkapelle Gyula Horvath.
Die Außenaufnahmen entstanden in Dürnstein in der Wachau, Spitz an der Donau und in Wien.
Die Uraufführung fand am 9. September 1933 in Berlin statt, die Wiener Erstaufführung erfolgte am 27. September 1933.
Gerdago gab hier ihr Filmdebüt als Kostümbildnerin. Julius von Borsody schuf die Bauten. Alfred Norkus war der Tontechniker des Films.
Von Leise flehen meine Lieder wurde auch eine englische Fassung unter dem Titel The Unfinished Symphony hergestellt, die 1934 anlief. Dort wiederholten Jaray und Marta Eggerth ihre Rollen. Anthony Asquith wurde Forst als Dialogregisseur zur Seite gestellt.

Datei mit dem Namen Leise flehen meine Lieder (1933, 日本語字幕).mp4

http://dfiles.eu/files/wirn6wrga 

Derselbe Datei mit dem Namen Leise flehen meine Lieder (1933, japanische Untertitel).mp4

http://dfiles.eu/files/8h1165jvx

Dienstag, 1. Oktober 2013

Heimat (1938)

Heinrich George, Zarah Leander

Heimat ist ein deutscher Spielfilm von Carl Froelich aus dem Jahr 1938 nach dem gleichnamigen Schauspiel von Hermann Sudermann. Gedreht wurde der Film vom 22. Januar bis 15. März 1938 im Froelich-Studio Berlin-Tempelhof. Die Uraufführung fand am 25. Juni 1938 in Danzig statt.

Handlung:

Maddalena dall'Orto trifft ein, wird vom Prinzen außerordentlich liebenswürdig empfangen und von Fränze von Klebs — als ihre vor Jahren nach einem Zerwürfnis mit dem Vater, dem pensionierten Obersten von Schwartze, aus Ilmingen verschwundene Nichte Magda erkannt . . . Ja — „Maddalena dall'Orto" ist Magda von Schwartze. Nach einer vergeblichen Annäherung an ihre Schwester Marie — die mit dem jungen Leutnant Max von Wendlowsky heimlich verlobt ist — gelingt es Magda mit Unterstützung ihres sie noch immer verehrenden Jugendfreundes, des Domorganisten Franz Heffterdingk, die Verzeihung des Vaters und die Aufnahme in das Vaterhaus zu erwirken. Durch einen Zufall trifft Magda Herrn von Keller, den angesehenen Bankier der Residenz. Er ist der Mann, der ihr einst schon in der Fremde als ein Stück der Heimat etwas hätte bedeuten können, dem sie sich schenkte und der sie in bitterster Not verliebt, als sie das Kind — sein Kind bekam . . . Unter Kämpfen, doch mit der alles überwindenden Kraft der künstlerischen Berufung setzte sich Magda durch. Ihr Leben stand im Zeichen ihrer Kunst und ihres Kindes. Sie musst von Keller aus tiefster Seele verachten — aber auch fürchten. Mit ihm steht das ganze grenzenlose Elend ihrer Vergangenheit auf und auch die Gefahr, den Widergewonnenen Frieden mit dem Vater und, inmitten einer engherzigen, hämisch zweifelnden Umwelt, ihre Ehre zu zerstören...

Stab:

Regie: Carl Froelich
Drehbuch: Harald Braun
Adaption: Otto Ernst Hesse, Hans Brennert
Vorlage: Hermann Sudermann
Produktion: Froelich-Film
Musik: Theo Mackeben
Kamera: Franz Weihmayr
Schnitt: Gustav Lohse

Besetzung:

Zarah Leander Magda von Schwartze / Maddalena dall' Orto
Heinrich George Oberst Leopold von Schwartze
Ruth Hellberg Marie von Schwartze
Lina Carstens Tante Fränze von Klebs
Paul Hörbiger Domorganist Franz Heffterdingk
Georg Alexander Prinz Ludwig von Ilmingen
Leo Slezak Korrepetitor Rohrmoser
Hans Nielsen Max von Wendlowsky
Charlott Daudert Freundin des Bankdirektors von Keller
Gertrud de Lalsky Frau Exzellenz
Leopold von Ledebur Exzellenz

Der Film war unter alliierter Militärzensur verboten.

http://dfiles.eu/files/5wzhycq2e

Dienstag, 24. September 2013

Germanen gegen Pharaonen (1939)


Germanen gegen Pharaonen ist ein Kulturfilm von Anton Kutter.

Der Film zeigt Ansichten und Theorien um uralte Baudenkmäler der Menschheit. Stonehenge wird als Meisterstück nordischer Baumeister thematisiert und kontrovers in drei Redebeiträgen zu den ägyptischen Errungenschaften diskutiert.

Darsteller:

Walter Holten ... Der Germanist
Justus Paris ... Der Ägyptologe
Albert Spenger ... Der Pyramidenmystiker

Der Film dürfte verboten sein in der BRD, sicher ist das nicht, denn leider ist die Liste verbotener Filme in der BRD auch verboten. Allerdings ist hier die erste Vorführung seit 1945.

http://dfiles.eu/files/lqdy4ee22

Dienstag, 10. September 2013

Frau Luna (1941)

Else von Möllendorff

Frau Luna ist eine musikalische Komödie aus dem Jahr 1941. Die Uraufführung fand am 4. November 1941 in Berlin im Marmorhaus statt.

Handlung:

Man schreibt den 31. Dezember 1899. Ein Riesen-Plakat vor dem Apollotheater in Berlin kündigt ein Ereignis an, das bald zum Tagesgespräch der Stadt werden soll: Die Erstaufführung der Operette „Frau Luna" von Paul Lincke. Gerade ist die Generalprobe in phantastischen Kostümen, unter denen das der auffallend hübschen Operettensängerin Vera Waldner besonders ins Auge sticht, in vollem Gange. Der Polizeigewaltige verlangt jedoch die sofortige Einstellung der Generalprobe und verbietet kurzerhand sogar die bevorstehende Premiere. Als Stein des Anstoßes bezeichnet er die frivolen Kostüme...

Stab:

Regie: Theo Lingen
Drehbuch: Ernst Marischka
Vorlage: Paul Lincke (Operette)
Produktion: Ufa
Musik: Paul Lincke
Kamera: Ekkehard Kyrath
Schnitt: Ella Ensink

Besetzung:

Lizzi Waldmüller Operettensängerin Vera Waldner
Fita Benkhoff Frau Gerlach
Irene von Meyendorff Stieftochter Gerda Gerlach
Karl Schönböck Musikverleger Paul Rüdinger
Theo Lingen Lepke
Paul Kemp Max
Else von Möllendorff Traute
Paul Henckels Poizeigeheimrat Schmidt
Georg Alexander Thusneldenbund-Präsident Lüdecke
Hubert von Meyerinck Rat Haschke
Will Dohm Theaterdirektor Knoppe
Günther Lüders Sekretär Friese
Jakob Tiedtke Direktor in den Zelten Schüßler
Bruno Fritz Inspizient Milke
Kurt Seifert Direktor in der Hasenheide Lindemann
Paul Westermeier Mechaniker Scholte
Ewald Wenck Artist Kneipp
Leo Peukert Wirt vom "Groben Gottlieb"
Klaus Pohl Fotograf von Lutter & Wegner
Karl Platen Regisseur am Apollo-Theater
Hans Hermann Schaufuß Polizeirat
Wolfgang von Schwind
Hans Waschatko
Paul Lincke Paul Lincke

http://dfiles.eu/files/vifbtwxdm

Sonntag, 1. September 2013

Der kleine Grenzverkehr (1943)

Willy Forst, Hertha Feiler

Der kleine Grenzverkehr ist eine romantische Komödie aus dem Jahr 1943. Der Film spielt in der Zeit vor der Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich.

Handlung:

Dr. Georg Rentmeister, der den seltenen Beruf des Lachforschers ausübt, verbringt seinen Urlaub in Salzburg. Aufgrund von Problemen mit der Devisenstelle nimmt er am "kleinen Grenzverkehr" teil und reist jeden Tag nach Österreich ein. Dabei darf er aber nur zehn Mark im Monat einführen. Als er in einem Café seine Rechnung nicht bezahlen kann, hilft ihm das Stubenmädchen Konstanze, in das er sich sofort verliebt. Es stellt sich aber heraus, dass Konstanze keine kleine Angestellte ist...

Regie: Hans Deppe
Drehbuch: Erich Kästner (Roman "Georg und die Zwischenfälle")
Kamera: Kurt Schulz
Musik: Ludwig Schmidseder

Darsteller:

Willy Fritsch Dr. Georg Rentmeister, Lachforscher
Hertha Feiler Komtesse Konstanze von Raitenau
Heinz Salfner Graf Leopold von Raitenau, Vater der Komtesse
Louis Soldan Franz-Xaver von Reitenau, sein Sohn
Hans Leibelt Dirksen, Fabrikant aus Berlin
Hilde Sessak Jutta, seine Tochter
Hans Richter Sein Sohn
Charlotte Schultz Seine Frau
Franz Weber Sein Sekretär
Charlott Daudert Dorrit, Tanzdame im Hotel

Der Film zeigt die Absurdität eines verteilten Deutschlands, und wurde von dem allierten Besetzer verboten.

http://dfiles.eu/files/q5q7mj61d

Samstag, 17. August 2013

Westfront 1918 - Vier von der Infanterie (1930)


Westfront 1918 - Vier von der Infanterie ist ein deutscher Antikriegsfilm von G.W. Pabst aus dem Jahr 1930.

Handlung:

Frankreich 1918. In den letzten Monaten des Ersten Weltkriegs verbringen vier Infanteristen – der Bayer, der Student, Karl und der Leutnant – ein paar Ruhetage hinter der Front. Dabei verliebt sich der Student in das französische Bauernmädchen Yvette. Wieder an der Front erleiden die vier aufs Neue den Kriegsalltag mit Entbehrungen, Schmutz und Todesgefahr. Der Bayer, Karl und der Leutnant werden verschüttet, der Student gräbt sie aus. Später geraten sie irrtümlich unter den Beschuss eigener Artillerie, und wieder rettet sie der Student: Als Meldegänger riskiert er sein Leben, um die Einstellung des Feuers zu erwirken.

Karl erhält Urlaub in die hungernde Heimat und erwischt prompt seine Frau im Bett mit einem Metzgergesellen...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     G.W. Pabst
Drehbuch     Ladislaus Vajda, Peter Martin Lampel
Produktion     Seymour Nebenzal
Musik     Alexander Laszlo
Kamera     Fritz Arno Wagner, Charles Métain
Schnitt     Wolfgang Loe-Bagier

Besetzung

    Fritz Kampers: Der Bayer
    Gustav Diessl: Karl
    Hans-Joachim Moebis: Der Student
    Claus Clausen: Der Leutnant
    Gustav Püttjer: Der Hamburger
    Jackie Monnier: Yvette
    Hanna Hoessrich: Karls Frau
    Else Heller: Karls Mutter
    Carl Balhaus: Schlachtergeselle
    Wladimir Sokoloff: Proviantmeister

Das Drehbuch beruht auf dem Roman Vier von der Infanterie von Ernst Johannsen. Westfront 1918 hatte 7 Monate vor dem amerikanischen und etwa ähnlichen Antikriegsfilm Im Westen nichts Neues am 23. Mai 1930 in Berlin Premiere.

1933 wurde der Film verboten, weil er eine ganz einseitige und deshalb unwahre Darstellung vom Krieg zeige und das lebenswichtige Interesse des Staates, den Wehrwillen des Volkes aufrecht zu erhalten und zu stärken gefährden würde.

http://dfiles.eu/files/a3fpe84nh

Mittwoch, 14. August 2013

Die Kreutzersonate (1937, subtítulos en español)

Lil Dagover

Die Kreutzersonate ist ein Dramafilm frei nach der Novelle von Lew Nikolajewitsch Tolstoi.

Inhalt:

Der berühmte Geiger Gregor Tuchatschewski trifft bei seinem Vetter Andrej dessen Frau Jelaina und verliebt sich in sie. Andrej wird eifersüchtig und schickt seine Frau mit Sohn Wassja auf eine Reise. In Deutschland trifft sie Gregor wieder und will ihre Gefühle für ihn auch nicht länger verheimlichen. Doch Andrej bekommt Wind von der Affäre und es kommt zu einem dramatischen Aufeinandertreffen...

Regie:    Veit Harlan
Drehbuch:    Eva Leidmann   
Kamera:    Otto Baecker
Schnitt:    Walter von Bonhorst   
Musik:    Ernst Roters
   
Darsteller: 

Lil Dagover     ...     Jelaina Posdnyschew
Peter Petersen     ...     Andrej Posdnyschew
Albrecht Schoenhals     ...     Gregor Tuchatschewsky
Hilde Körber     ...     Gruschenka
Walter Werner     ...     Dr. Raskin
Wolfgang Kieling     ...     Wassja
Paul Bildt     ...     Anwalt im Zugabteil
Heinz Berghaus     ...     Jungvermälter im Zugabteil
Cotence     ...     Dirne Lisawetha
Margot Erbst     ...     Landarbeiterin Marfa
Hugo Flink     ...     Gast bei Andrei
Gabriele Hoffmann     ...     Baronin auf Andrejs Fest
Edith Linn     ...     Fräulein im Zugabteil
Paul Adalbert Ebelt     ...     Gast auf Andrejs Fest
Leo Peukert     ...     Impressario Stansky

Es wurde gefilmt in Blankensee und Trebbin, Brandenburg. Uraufführung war 11. Februar 1937.

http://dfiles.eu/files/7wtr0mazl

Sonntag, 11. August 2013

Rembrandt (1942)

Hertha Feiler, Ewald Balser

Rembrandt, späterer Verleihtitel Ewiger Rembrandt ist ein deutscher Spielfilm von Hans Steinhoff aus dem Jahr 1942. Er behandelt das Leben des niederländischen Malers Rembrandt van Rijn.

Handlung:

Während einer Feier zu seinen Ehren bekommt der Maler Rembrandt van Rijn von Banning Cocq den Auftrag, die Amsterdamer Schützengilde zu malen. Als die Schützengilde gemeinsam als Gruppe und nicht einzeln gemalt werden will, fühlt sich Rembrandt dem Auftrag zunächst nicht gewachsen und will diesen wieder zurückgeben, bis ihm die rettende Idee kommt, die Gilde als eine Truppe in Bewegung zu malen. Um so besessener beginnt er mit der Arbeit, über die er sogar die kränkliche Saskia vernachlässigt. Diese verfügt in der Zwischenzeit über ihren Notar, dass nach ihrem Tod ihr ganzes Vermögen an Rembrandt ausgezahlt werden soll. Nach Vollendung des Bildes kehrt der begeisterte Rembrandt mit Geschenken zu Saskia zurück. Als sie nach einer Atemnot schläft, verlässt er das Haus, um die Meinung seiner Auftraggeber über das Bild einzuholen. Diese reagieren empört, weil sich keiner angemessen dargestellt fühlt. Rembrandts wütende Reaktion auf die Engstirnigkeit der Gilde wird von der Nachricht unterbrochen, sofort zu der sterbenden Saskia nach Hause zu kommen...

Stab:

Regie     Hans Steinhoff
Drehbuch     Hans Steinhoff, Kurt Heuser
Produktion     Terra Film
Musik     Alois Melichar
Kamera     Richard Angst
Schnitt     Alice Ludwig

Besetzung:

    Ewald Balser: Rembrandt van Rijn
    Hertha Feiler: Saskia van Rijn
    Gisela Uhlen: Hendrickje Stoffels
    Elisabeth Flickenschildt: Geertje Dierks
    Theodor Loos: Jan Six
    Aribert Wäscher: Saskias Vetter Ujlenburgh
    Paul Henckels: Radierer Seeghers
    Hildegarth Grethe: Ehefrau Seeghers
    Wilfried Seyferth: Ulricus Vischer
    Paul Rehkopf: Bruder Adriaen
    Rolf Weih: Schüler Eeckhout
    Clemens Hasse: Schüler Philip
    Helmut Weiss: Schüler Cornelis
    Heinrich Schroth: Doktor Nicolaes Tulp
    Robert Bürkner: Notar Wilkens
    Hans Hermann Schaufuß: Leutnant Ruytenburgh
    Erika von Thellmann: Jansje Ruytenburgh
    Eduard von Winterstein: Ratsherr van Straaten
    Walter Lieck: Geldwechsler und Juwelier Terera
    Hans Stiebner: Rademaaker
    Frida Richard: Wirtin Frau van Slooten
    Walther Süssenguth: Piet
    Lotte Rausch: Schwester Maartje
    Bruno Harprecht: Pfändungskommissar Tarquinius
    Heinrich Marlow: Vorsitzender des Konsistoriums
    Fritz Hoopts: Pförtner Joost
    Ernst Legal: Bettler
    Franz Stein: Stadtschreiber
    Maria Loja: Eine Bürgerfrau

Das Drehbuch von Hans Steinhoff und Kurt Heuser basiert teilweise auf dem Roman Zwischen Hell und Dunkel von Valerian Tornius. Gedreht wurde vom 18. Oktober 1941 bis zum Dezember 1941 in den Ufa-Ateliers Tempelhof und Babelsberg bei Berlin und in den Cineton-Ateliers in Amsterdam und Den Haag. Uraufführung war am 19. Juni 1942 in Berlin, Mercedes-Palast Neukölln. Die Filmprüfstelle versah Rembrandt mit dem Prädikat „künstlerisch wertvoll“.

http://dfiles.eu/files/b6nq67zcm

Donnerstag, 8. August 2013

Aufruhr in Damaskus (1939)

Joachim Gottschalk, Brigitte Horney

Aufruhr in Damaskus ist ein brandaktueller Kriegsfilm von 1939.

Handlung:

Auf dem arabisch-syrischen Schauplatz des Weltkrieges konzentriert der englische Oberst Lawrence den Angriff auf die deutsche Front zwischen Jordan und Mittelmeer und besonders auf die kleinen Forts, die am Rande der Wüste liegen. Den Wüstenkrieg sollen nicht etwa die Tommies führen, die in immer neuem Nachschub zu einer erdrückenden Übermacht anwachsen. sondern die Wüstenstämme, deren Scheichs mit gutem englischen Gold zu Verbündeten Englands gemacht werden. Im schallenlosen Sandmeer der Wüste liegt ein kleines Außenfort. Der Fahnenmast reckt die Kriegstagge des deutschen Heeres in die brütende Sonne. Wülende Angriffe arabischer Reiter wurden abgewehrt. Aber die Besattung muß Munition sparen, und auch die Lebensmittel sind nahezu erschöpft. Milzschlag und Ruhr dezimieren die kleine Truppe, die unter dem Kommando des Hauptmanns Schulz steht. Leutnant Keller erhält von ihm den Befehl, nach Damaskus zu gehen, um von dort Munition und Proviant heranzuschaffen. Mit Ufz Kroll und vier Mann soll er sich durchschlagen. Unterwegs toben Keller und seine fünf Getreuen auf eine seltsame Karawane. Die Beduinen ergreifen die Flucht und lassen ihre Beute, ein junges Mädchen, Vera Niemeyer, in den Händen der Deutschen...

Stab:

Regie:     Gustav Ucicky
Drehbuch:     Philipp Lothar Mayring, Jacob Geis; nach der Vorlage von Herbert Tjadens
Produktion:     Terra-Filmkunst GmbH
Musik:     Willy Schmidt-Gentner
Kamera:     Oskar Schnirch, Paul Rischke
Schnitt:     Gertrud Hinz

Besetzung:

Brigitte Horney     Vera Niemeyer
Joachim Gottschalk     Leutnant Hans Keller
Hans Nielsen     Hauptmann Schulz
Ernst von Klipstein     Gefreiter von Elmendonck
Paul Otto     Hauptmann Lamberty
Ingolf Kuntze     Stabsarzt Bruckner
Paul Westermeier     Unteroffizier Kroll
Gerhard Bienert     Feldwebel Lemcke
Ludwig Schmid-Wildy     Lachner
Gustav Püttjer     Wolff
Jac Diehl     Deutscher Soldat beim Rückmarsch
Erich Dunskus     Proviantmeister in Damaskus
Friedrich Gnaß     Funker Gerlach
Heinz Welzel     Sterbender Soldat Schulz

Gedreht wurde der Film vom 15. September 1938 bis Januar 1939 in Tripolis und Umgebung, Lybische Wüste, Terra-Freigelände und auf dem Dampfer "Habicht". Die Uraufführung fand am 8. März 1939 im Capitol in Berlin statt.

Der Film war unter alliierter Militärzensur verbotenen.

http://dfiles.eu/files/w0br17t1f

Sonntag, 4. August 2013

Die göttliche Jette (1937)


Die göttliche Jette ist eine 1937 erschienene deutsche Musik-Komödie des Regisseurs Erich Waschneck. Der Film feierte am 18. März 1937 Premiere. Für die Hauptdarstellerin Grethe Weiser bedeutete die Komödie den großen Durchbruch.

Handlung:

Die Berliner Coupletsängerin Jette Schönborn tritt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Paula im Berliner Amor-Theater auf. Dort ist der Tiroler Graf Eugen Opalla Stammgast, der Jette sehr verehrt. Eines Abends sucht Graf Opalla Jette in ihrer Garderobe auf. Obwohl Jette keine Beziehung mit dem Grafen eingehen will, besorgt ihr Opalla einen Termin zum Vorsingen im vornehmen Königstädtischen Theater. Jette, begleitet von dem Inspizienten des Armortheaters Fritz Barsch, Graf Opalla sowie ihrer Mutter und ihrer Schwester, geht zum Vorsingen und versucht sich dort an einer Opernarie. Damit fällt sie zunächst durch. Als sie dann aber ein von Barsch geschriebenes, freches Couplet vorträgt, wird ihr ein Engagement angeboten. Fritz Barsch nimmt sie als Inspizienten kurzerhand mit an das Königstädtische Theater. Ihre Auftritte werden ein voller Erfolg, ihre Vorstellungen sind schnell ausverkauft.

Aber nicht alle sind so begeistert von dem neuen Publikumsmagnet. Die Frauen des Theaterdirektors Körting, des Bankdirektors und des Kommerzienrats mögen weder Jette noch ihre frechen Lieder und verhindern mittels einer Intrige Jettes Teilnahme am Empfang nach ihrem 50. Auftritt...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Erich Waschneck
Drehbuch     Rolf Meyer, Kurt E. Walter
Produktion     Fanal-Filmproduktion GmbH, Berlin (Erich Waschneck, Hermann Grund)
Musik     Georg Haentzschel
Kamera     Friedl Behn-Grund
Schnitt     Walter Fredersdorf

Besetzung:

    Grethe Weiser: Jette Schönborn
    Viktor de Kowa: Inspizient Fritz Barsch
    Kurt Meisel: Graf Eugen Opalla
    Alfred Schlageter: Graf Eugens Vater
    Hansi Arnstaedt: Frau Kommerzienrat
    Hans Junkermann: Theaterdirektor Körting
    Olga Limburg: Frau Körting
    Marina von Ditmar: Paula Schönborn
    Wilhelm Bendow: Liebreich, ein alter Mime
    Antonie Jaeckel: Hausdame des Grafen Opalla
    Ernst Legal: Professor Cravallo
    Gerhard Dammann: 1. Polizist
    Erich Dunskus: 2. Polizist
    Paul Rehkopf: 3. Polizist
    Oscar Sabo: Theateragent Fliederbusch
    Jakob Tiedtke: Kommerzienrat
    Elsa Wagner: Garderobiere Kunkeln
    Ernst Waldow: August
    Rudolf Klein-Rogge: Stadtrat Müller
    Paul Westermeier: Herr Bankdirektor
    Annemarie Steinsieck: Frau Bankdirektor

Grethe Weiser singt unter anderem „Ich bin die Frau der 1000 Männer“, „Ich bin ein kleiner Hirtenknab'“ und „Theater, Theater, Theater“. Weiser und de Kowa singen die Duette „Einmal etwas werden, einmal etwas sein“ und „Ich bin ein loser Falter“.

http://dfiles.eu/files/acvna5h8a

Dienstag, 23. Juli 2013

Der Etappenhase (1937)

Aribert Mog, unbekannter Hase, Günther Lüders

Der Etappenhase ist ein komischer Spielfilm von Joe Stöckel.

Handlung:

Die Soldaten Franz, Claus und Heini sind 1915 in Flandern stationiert. Die drei sind die Schlitzohren der Kompanie. In der Truppe zieht Unruhe ein, als Heini einen Hasen wildert, den der Kommandant dann von den dreien beansprucht...

Stab:

Regie: Joe Stöckel
Drehbuch: Siegmund Graff, F.B. Cortan
Schwank: Karl Bunje
Musik: Marc Roland

Besetzung:

Aribert Mog     ...     Leutnant Dierck
Hermann Erhardt     ...     Franz Feldmann - Gefreiter
Günther Lüders     ...     Hein Lammers - Musketier
Alfred Maack     ...     Claus Ummen - Landsturmmann
Eduard von Winterstein     ...     Major d.L. Grothe
Erich Fiedler     ...     Ferdinand Hasenbein - Gefreiter
Arthur Schröder     ...     Der Herr Veterinär
Ewald Wenck     ...     Der Proviantsamtssekretär
Adolf Fischer     ...     Ordinnanz Meier
Leny Marenbach     ...     Marie - ein flandrisches Mädchen
Charlott Daudert     ...     Antje - ihre Freundin
Elsa Wagner     ...     Tante von Marie

Der Film wurde von dem allierten Besetzer verboten. In der Bundesrepublik wurde er um 20 Minuten gekürzt. Hier ist die vollständige Version.

http://dfiles.eu/files/g5c6gkkr0

Sonntag, 21. Juli 2013

Das unsterbliche Herz (1939)


Das unsterbliche Herz ist ein deutscher historischer Spielfilm des Regisseurs Veit Harlan aus dem Jahr 1939.

Handlung:

Martin Behaim, der berühmte Geograph und Schöpfer des ersten Globus, gerät auf einer seiner Entdeckungsfahrten in Seenot. Ganz seiner Aufgabe hingegeben, die geographische Beschaffenheitder Erde zu erforschen, ist er trotz schlechten Wetters in See gegangen. Seine Gewichtsuhren sind bei den großen Sturm stehengeblieben; er kann deshalb den Standort seines Schiffes nicht mehr bestimmen, verliert die Orientierung...

Zur selben Zeit wirkt in Nürnberg der Kunstschlosser Meister Peter Henlein, ein genialer Kopf und Freund Albrecht Dürers. Er baut an den kunstreichen Befestigungswerken der Nürnberger Burg nach Dürers Plänen und sucht gerade nach eine Möglichkeit, den bisher runden Gewehrkugeln eine neue Form zu geben, die eine größere Treffersicherheit beträgt. – Eben hat er zwei runden Kugeln zu einer länglichen zusammengeschweißt, da macht er eine Entdeckung, die ihn in größte Erregung versetzt. Er glaubt, einen Beweis dafür gefunden zu haben, daß sein Geselle Konrad seine junge Frau Ev liebt, und gerät mit Konrad in einen Streit. In der handgreiflichen Auseinandersetzung entlädt sich unglücklicherweise die Pistole mit der neuen Kugel, und diese trifft Peter Henlein dicht unter dem Herzen. Der schnell herbeigeholte Arzt, Henleins Freund, Hermann Schedel, operiert ihn sofort; er ahnt nicht, daß die Kugel aus zwei Hälften bestand, und so bleibt die eine Hälfte in Henleins Brust. Die leichte Spannung, die zwischen dem reifen fünfundvierzigjährigen Mann und seiner blutjungen, lebenshungrigen Frau, schon immer vorhanden war, wächst nun, durch die kommenden Ereignisse dramatisch gesteigert, sich zu einen tragischen Konflikt aus...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Veit Harlan
Drehbuch     Veit Harlan, Werner Eplinius, Richard Billinger
Buchvorlage     Walter Harlan
Produktion     Gerhard Staab
Musik     Alois Melichar, Johann Sebastian Bach
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Marianne Behr

Besetzung:

    Heinrich George: Peter Henlein
    Kristina Söderbaum: Ev, Peter Henleins Frau
    Auguste Prasch-Grevenberg: Barbara Henlein
    Paul Wegener: Dr. Schedel
    Raimund Schelcher: Konrad Windhalm
    Michael Bohnen: Martin Behaim
    Paul Henckels: Güldenbeck
    Ernst Legal: Bader Bratvogel
    Eduard von Winterstein: Richter Sixtus Heith
    Franz Schafheitlin: Burghauptmann Zinderl
    Jakob Tiedtke: Schöffe Weihrauch
    Wolf Dietrich: Graf Pankraz
    Josef Dahmen: Ein Matrose
    Hans Quest: Henner
    Heinz Dugall: Fischerjunge
    Klaus Detlef Sierck: Junge bei der Beerdigung
    Milena von Eckhardt: Fischverkäuferin
    Lili Schoenborn-Anspach: Patientin von Bader Bratvogel
    Fred Köster: Kaiser Maximilian von Habsburg
    Bernhard Minetti: Martin Luther
    Wolfgang Eichberger

Sehr frei nach dem Bühnenstück "Das Nürnbergisch Ei" von Walter Harlan, Vater des Regisseurs Veit Harlan. Der Film zeigt große Anzahl romantisierter historischer Ungenauigkeiten.

Die Dreharbeiten wurden in dem Zeitraum vom Juli bis Dezember 1938 in Nürnberg (Nürnberger Burg, St. Lorenz Kirche) und Binz auf Rügen, Swinemünde und bei der Ostsee gedreht. Die Uraufführung fand am 9. Februar 1939 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt. 

Der Film wurde 1945 von dem allierten Besatzer verboten.

http://dfiles.eu/files/eux6eznqz

Dienstag, 16. Juli 2013

Das jüngste Gericht (1939)


Das jüngste Gericht ist ein Spielfilm von 1939.

Handlung:

Als sich im Jahre 1910 der nach seinem Entdecker benannte Halleysche Komet unserer Erde näherte und die Wissenschaftler feststellten, daß unsere Erde durch den gasförmigen Schweif des Himmelswanderers hindurchgehen würde, fürchteten viele Menschen eine Weltkatastrophe. Wissenschaftler und Laien ereiferten sich teils für teils dagegen ängstliche Gemüter meinten, ihre letzte Stunde sei gekommen, und die idyllische Ruhe der Vorkriegsjahre war plötzlich einer aufregenden Sensation gewichen. - Unser Film erzählt die Geschichte der Einwohner eines kleinen Städtchens, die durch das Gerücht vom Nahen des Kometen aus ihrer behaglichen Ruhe aufgeschreckt werden. — Da ist Herr Strubel, der Besitzer eines Kaufhauses, dessen Ahnen große Wohltäter und Ehrenbürger ihrer Heimatstadt waren. Er selbst aber ist ihnen nicht nachgeraten, sondern ein Geizhals, der ängstlich das Seine hütet. Trotzdem will der Gemeinderat anläßlich des 100jährigen Geschäftsjubiläum die Familie ehren, und aus Anlaß dieses feierlichen Tages soll auch die Hochzeit zwischen der Tochter Strubels und dem Sohn des Brauereibesitzern Herrn von Schnackenberg stattfinden. Marianne Strubel liebt Rudi von Schnackenberg nicht, aber ihr Vater wünscht die Heirat, weil er hofft, daß eine Verbindung mit den von ihm für reich gehaltenen Schnackenbergs ihn der Notwendigkeit überheben wurde, eine Mitgift zu geben. Er ahnt nicht, daß die Schnackenbergs finanziell bedrängt sind und es gerade auf diese Mitgift abgesehen haben. Rudi würde ja auch lieber Josefine Pewelck, die Tochter der Wirtin des Braustüberls, zu seiner Frau machen, mit der er heimlich ein uneheliches Kind besitzt, aber erstens würde das seine energische Mutter die hochnäsige Frau von Schnackenberg, niemals gestatten, und zweitens rechnet auch er mit den Gelde der Strubels. — Marianne ist wenig entzückt, daß ihre Hochzeit nun anläßlich dieses Jubiläums so bald stattfinden soll. Um so weniger, als gerade in diesen Tagen Leopold Forster, den neuen Turnlehrer des Städtchens, kennengelernt hat, der mit seiner jugendhaften Unbesorgtheit und seinen modernen Sportideen das kleine Städtchen bald in Aufregung versetzt. Liebe auf den ersten Blick verbindet die beiden, aber Marianne sieht keinen Ausweg, ihr Vater würde nie die Zustimmung geben, daß sie einen armen Turnlehrer dem angeblich reichen Schnackenberg vorzieht. - Da kommt Leopold Forster auf eine Idee. Soll nicht am selben Tag, an dem die Hochzeit stattfindet, auch der Komet mit der Erde zusammen treffen? Und er beschließt, die auch in dem kleinen Städtchen um sich greifende Fürcht vor dem Zusammenstoß für seine Zwecke auszunützen...

Stab:

Regie:     Franz Seitz sen.
Drehbuch:     Franz Seitz sen., Walter Reichhardt
Produktion:     Wien-Film GmbH
Produzent:    Karl Hartl
Musik:     Hans Lang
Kamera:     Walter Robert Lach
Schnitt:     Axel von Werner

Besetzung:

Darsteller     Rolle

Karl Skraup     Ferdinand Strubel
Gisa Wurm     Elisabeth Strubel
Susi Nicoletti     Marianne Strubel
Wolf Floderer     Peter Strubel
Anton Pointner     Maximilian von Schnackenberg
Helene Lauterböck     Therese von Schnackenberg
Erik Frey     Rudolf von Schnackenberg
Ferdinand Maierhofer     Schönthaler, Bürgermeister
Hans Holt     Leopold Forster, Turnlehrer
Bruno Hübner     Auzinger, Physik-Professor
Maria Schnorpfeil     Rosa, Ladenmädchen
Hans Schulz     Nepomuk
Olly Holzmann     Josefine Pawelek
Gertrud Wolle     Ottilie Sedlmeyer
Mimmi Shorp     Fritzi Strohmeyer
Herta Mayen     junge Ehefrau

Die Dreharbeiten fanden in Waidhofen an der Ybbs statt.
Die Uraufführung fand am 12. Januar 1940 statt.

http://dfiles.eu/files/5yyxjv53o