Samstag, 5. Januar 2013

Romeo und Julia auf dem Dorfe (1941)


Im Züribiet, einige Kilometer von Seldwyla entfernt: Sali Manz und Vreneli Marti sind unzertrennliche Spielgefährten. Aber ihre Väter - benachbarte, früher befreundete Bauern - liegen wegen eines von beiden begehrten Feldes miteinander im Streit...

Romeo und Julia auf dem Dorfe, im Sommer 1941 in und vor allem um Zürich gedreht, am 8. November desselben Jahres bereits im Zürcher Kino Rex uraufgeführt, ist fraglos ein Meilenstein der Schweizer Filmgeschichte. Unter äusserst prekären Bedingungen entstanden, mit minimalem Budget und künstlerischem Rigorismus bei mangelnder Berufserfahrung sowohl seines Autors als auch des sehr begabten Kameramanns Ady Lumpert, schlecht ausgewertet, verstümmelt, von der Kritik - mit Ausnahme der katholischen - gefeiert, vom Publikum nicht verstanden und gemieden, ist der «eigentliche» Film längst verschollen. Ursprünglich 103 Minuten lang, auf Druck des Verleihs 1943 auf 94 Minuten geschnitten, wurde das Originalnegativ vom Produzenten 1948 zur Erstellung einer deutschen Synchronfassung einfach nach Österreich gegeben, wo es verschwand. Aufgrund verschiedener Kopien hat der Dokumentarist Herbert E. Meyer 1976-78 zusammen mit Hans Trommer in kostspieliger Restaurierung diese Fassung von 84 Minuten Länge erstellt, die immerhin eine Ahnung davon vermittelt, was der Film wohl einmal war.

http://depositfiles.com/files/ep37m5uf3

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