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Dienstag, 4. Februar 2014

Alles Leben ist Kampf (1937)



Alles Leben ist Kampf ist ein Aufklärungsfilm.

Entwurf und Bearbeitung: W. Hüttig, Herbert Gerdes
Musik: Richard Wagner

Der Film war zur öffentlichen Vorführung im Deutschen Reiche zugelassen, vor Jugendlichen jedoch mit der Maßgabe, daß er nur in geschlossenen Veranstaltungen vor Führern der HJ bzw. des BDM vorgeführt werden dürfte. Der Film wurde beurteilt als staatspolitisch wertvoll und volksbildend.

Alles Leben ist Kampf wurde von dem allierten Besetzer und von der BRD verboten.

Bildqualität ist verbessert, aber noch immer sehr grob.

http://dfiles.eu/files/ey13iaz4q

Samstag, 1. Februar 2014

Auf Wiedersehn, Franziska! (1941)

Marianne Hoppe, Hans Söhnker
Mickey Mouse, Marianne Hoppe

Auf Wiedersehn, Franziska! ist ein deutscher Spielfilm von Helmut Käutner aus dem Jahr 1941.

Handlung:

Eine Kleinstadt im Spätherbst 1932: Die junge Franziska lernt den Bildreporter und Wochenschaumann Michael kennen und lieben. Nach einer ersten gemeinsamen Nacht muss er bereits der Arbeit für eine New Yorker Agentur wegen verreisen und Franziska bleibt allein zurück. Über Michael gerät sie mit ihrem Vater in Streit, da sie nun auf eigenen Beinen stehen will und seine Fürsorge zurückweist. Sie zieht nach Berlin, wo sie ein eigenes kleines Atelier für Miniaturspielzeug eröffnet und mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Nach einem Jahr kündigt sich Michael bei ihr an. Sie gibt vor, ihn nicht zu lieben und frei und unabhängig zu sein, gesteht ihm am Ende aber doch ihre Liebe. Er macht ihr einen Heiratsantrag und sie willigt trotz Bedenken ein. Da er bereits am nächsten Tag wieder für einen Job das Land verlassen muss, zieht sie in ihr Heimatdorf zurück – in Michaels Villa, die sie gemeinsam mit der Haushälterin renoviert und wohnlich einrichtet. Sie ist von Michael schwanger, verschweigt dies jedoch ihrem Vater.
Michael versucht, aufgrund der bevorstehenden Hochzeit mit Franziska von seinem New Yorker Chef frei zu bekommen. Als dies nicht möglich ist, will er kündigen, doch besteht sein Chef auf einer Vertragserfüllung bis Sommer 1939...

Altersfreigabe der zensurierten BRD-Fassung    FSK 6

Stab:

Regie     Helmut Käutner
Drehbuch     Helmut Käutner, Curt J. Braun
Produktion     Terra-Filmkunst G.m.b.H., Herstellungsgruppe Hans Tost
Musik     Michael Jary
Kamera     Jan Roth
Schnitt     Helmuth Schönnenbeck

Besetzung:

    Marianne Hoppe: Franziska Tiemann
    Hans Söhnker: Michael Reisiger
    Fritz Odemar: Professor Tiemann
    Rudolf Fernau: Dr. Christoph Leitner
    Hermann Speelmans: Buck Standing
    Margot Hielscher: Helen Philips
    Herbert Hübner: Ted Simmons
    Frida Richard: Kathrin
    Klaus Pohl: Briefträger Pröckl
    Erich Ziegel: Arzt
    Rudolf Kalvius: Anwalt
    Josefine Dora: Frau Schöpf
    Traute Baumbach
    Marianne Beckmann
    Ursula Herking
    Edith Hildebrand
    Gustl Kreusch
    Ruth Kruse
    Vera Mayr
    Ernö René
    Annemarie Schäfer
    Marianne Stanior
    Hans Wallner
    Beryl Roberts
    Louis Brody
    Aribert Wäscher
    Evelyn Künneke

Auf Wiedersehn, Franziska! entstand vom 30. Oktober 1940 bis Mitte Februar 1941. Die Innenaufnahmen wurden im Ufa-Atelier Berlin-Tempelhof gedreht, während die Außenaufnahmen in Burghausen an der Salzach entstanden. Die Uraufführung fand am 24. April 1941 im Atlantik-Palast in München statt, wobei der Film vom Publikum positiv aufgenommen wurde. Am 6. Mai 1941 wurde Auf Wiedersehn, Franziska erstmals im Capitol am Zoo in Berlin gezeigt. Der Film erhielt von der Filmprüfstelle das Prädikat „Künstlerisch wertvoll“.
Bis Dezember 1941 spielte der Film 3.113.000 Reichsmark ein. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Film von den Alliierten verboten und durfte erst 1951 in einer um neun Minuten gekürzten Version gezeigt werden. Der Film, dem das Ende fehlte, war nun ab 16 Jahren zugelassen. Im Jahr 1983 erfolgte eine erneute Prüfung des Films, der seitdem in einer Länge von 97 Minuten gezeigt werden darf und von der FSK ab 6 Jahren freigegeben wurde.

Die letzte Szene, aus der hervorgeht, dass Michael sich der Pflicht bewusst sei, seinem Vaterland zu dienen, dass er eingesehen habe, dass sein ganzes Leben vorher falsch und dumm gewesen sei, dass er ein Deutscher sei und dass er jetzt seine Pflicht fürs Vaterland zu erfüllen habe, is auch jetzt verboten in der BRD und fehlt in dieser Fassung.

http://dfiles.eu/files/9so21h927

Mittwoch, 15. Januar 2014

Alarm (1941)

Paul Klinger, Hilde Sessak

Alarm ist ein deutscher Kriminalfilm, der im Jahre 1941 produziert wurde.

Handlung:

Zwei Transportflieger eines Berliner Chemiekonzerns empfinden die beide romantische Gefühle für ein- und dieselbe Mitarbeiterin eines grossen Lichtspieltheaters und werden in einen Mordfall verstrickt. Es folgt eine wilde Verfolgungsjagd, welche mit dem Absturz vom Dach eines Kaufhauses ihr vorläufiges Ende findet...

Regie: Herbert B. Fredersdorf
Roman: Kurt Roecken
Drehbuch: Kurt E. Walter

Besetzung:

Karl Martell ... Kriminalkommissar Petersen
Maria von Tasnady ... Sekretärin Vera Kaufmann
Paul Klinger ... Herbert Flügger
Rolf Weih ... Werkpilot Werner Blennemann
Hilde Sessak ... Platzanweiserin Helene Hoesch
Hilde Hildebrand ... Pensionsinhaberin Frau Anders
Lotte Rausch ... Dienstmädchen Meta
Theodor Loos ... Rentner Ophagen
Fritz Rasp ... Feinmechaniker Stülken
Alexander Engel ... Barpianist Ölkers
Gerhard Bienert ... Kriminalkommissar Dr. Dittmann
Albert Venohr ... Kriminaloberassistent Schneider
Rudolf Platte ... Ganove Schielauge
Eduard Bornträger ... Kneipenwirt
Peter Elsholtz ... Warenhausdetektiv

Der Film war unter alliierter Militärzensur verboten.

http://dfiles.eu/files/zai5ctkmj

Dienstag, 1. Oktober 2013

Heimat (1938)

Heinrich George, Zarah Leander

Heimat ist ein deutscher Spielfilm von Carl Froelich aus dem Jahr 1938 nach dem gleichnamigen Schauspiel von Hermann Sudermann. Gedreht wurde der Film vom 22. Januar bis 15. März 1938 im Froelich-Studio Berlin-Tempelhof. Die Uraufführung fand am 25. Juni 1938 in Danzig statt.

Handlung:

Maddalena dall'Orto trifft ein, wird vom Prinzen außerordentlich liebenswürdig empfangen und von Fränze von Klebs — als ihre vor Jahren nach einem Zerwürfnis mit dem Vater, dem pensionierten Obersten von Schwartze, aus Ilmingen verschwundene Nichte Magda erkannt . . . Ja — „Maddalena dall'Orto" ist Magda von Schwartze. Nach einer vergeblichen Annäherung an ihre Schwester Marie — die mit dem jungen Leutnant Max von Wendlowsky heimlich verlobt ist — gelingt es Magda mit Unterstützung ihres sie noch immer verehrenden Jugendfreundes, des Domorganisten Franz Heffterdingk, die Verzeihung des Vaters und die Aufnahme in das Vaterhaus zu erwirken. Durch einen Zufall trifft Magda Herrn von Keller, den angesehenen Bankier der Residenz. Er ist der Mann, der ihr einst schon in der Fremde als ein Stück der Heimat etwas hätte bedeuten können, dem sie sich schenkte und der sie in bitterster Not verliebt, als sie das Kind — sein Kind bekam . . . Unter Kämpfen, doch mit der alles überwindenden Kraft der künstlerischen Berufung setzte sich Magda durch. Ihr Leben stand im Zeichen ihrer Kunst und ihres Kindes. Sie musst von Keller aus tiefster Seele verachten — aber auch fürchten. Mit ihm steht das ganze grenzenlose Elend ihrer Vergangenheit auf und auch die Gefahr, den Widergewonnenen Frieden mit dem Vater und, inmitten einer engherzigen, hämisch zweifelnden Umwelt, ihre Ehre zu zerstören...

Stab:

Regie: Carl Froelich
Drehbuch: Harald Braun
Adaption: Otto Ernst Hesse, Hans Brennert
Vorlage: Hermann Sudermann
Produktion: Froelich-Film
Musik: Theo Mackeben
Kamera: Franz Weihmayr
Schnitt: Gustav Lohse

Besetzung:

Zarah Leander Magda von Schwartze / Maddalena dall' Orto
Heinrich George Oberst Leopold von Schwartze
Ruth Hellberg Marie von Schwartze
Lina Carstens Tante Fränze von Klebs
Paul Hörbiger Domorganist Franz Heffterdingk
Georg Alexander Prinz Ludwig von Ilmingen
Leo Slezak Korrepetitor Rohrmoser
Hans Nielsen Max von Wendlowsky
Charlott Daudert Freundin des Bankdirektors von Keller
Gertrud de Lalsky Frau Exzellenz
Leopold von Ledebur Exzellenz

Der Film war unter alliierter Militärzensur verboten.

http://dfiles.eu/files/5wzhycq2e

Mittwoch, 25. September 2013

Jugend (1938)

Kristina Söderbaum, Hermann Braun

Jugend ist der erste Film mit Kristina Söderbaum in der Hauptrolle.

Handlung:

Die unehelich geborene Anne, genannt Ännchen, ist nach dem frühen Tod ihrer Mutter bei ihrem Onkel, Pfarrer Hoppe, auf dessen Pfarrhof in Rosenau aufgewachsen. Kaplan Schigorski möchte als religiöser Fanatiker Ännchen dazu bewegen, die Schuld ihrer Mutter durch ein Leben im Kloster zu sühnen. Hans, Ännchens Cousin, der sich als angehender Student auf dem Weg nach Heidelberg befindet, kommt drei Tage zu Besuch auf den Hof. Hans und Ännchen verlieben sich ineinander...

Regie: Veit Harlan
Drehbuch: Thea von Harbou
Kamera: Bruno Mondi, Erich Grohmann
Musik: Hans-Otto Borgmann
Ton: Hermann Storr
Bauten: Karl Haacker, Hermann Warm
Produktionsleitung: Eduard Kubat

Darsteller:

 Kristina Söderbaum ... Ännchen
 Eugen Klöpfer ... Pfarrer Hoppe
 Hermann Braun ... Hans
 Werner Hinz ... Kaplan von Schigorski
 Elisabeth Flickenschildt ... Maruschka
 Ernst Behmer ... Kutscher
 Otto Sauter-Sarto ... Fischer Ostrowski
 Berta Reschke ... Frau Ostrowski
 Gerhard Tandar ... Fährmann
 Gisela von Collande ... Frau Nowosowska
 Günther Brackmann ... Jaskow Nowosowski

Nach dem gleichnamigen Drama von Max Halbe.

Jugend war unter alliierter Militärzensur verbotenen.

http://dfiles.eu/files/7m2mw1g4z

Dienstag, 24. September 2013

Germanen gegen Pharaonen (1939)


Germanen gegen Pharaonen ist ein Kulturfilm von Anton Kutter.

Der Film zeigt Ansichten und Theorien um uralte Baudenkmäler der Menschheit. Stonehenge wird als Meisterstück nordischer Baumeister thematisiert und kontrovers in drei Redebeiträgen zu den ägyptischen Errungenschaften diskutiert.

Darsteller:

Walter Holten ... Der Germanist
Justus Paris ... Der Ägyptologe
Albert Spenger ... Der Pyramidenmystiker

Der Film dürfte verboten sein in der BRD, sicher ist das nicht, denn leider ist die Liste verbotener Filme in der BRD auch verboten. Allerdings ist hier die erste Vorführung seit 1945.

http://dfiles.eu/files/lqdy4ee22

Sonntag, 1. September 2013

Der kleine Grenzverkehr (1943)

Willy Forst, Hertha Feiler

Der kleine Grenzverkehr ist eine romantische Komödie aus dem Jahr 1943. Der Film spielt in der Zeit vor der Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich.

Handlung:

Dr. Georg Rentmeister, der den seltenen Beruf des Lachforschers ausübt, verbringt seinen Urlaub in Salzburg. Aufgrund von Problemen mit der Devisenstelle nimmt er am "kleinen Grenzverkehr" teil und reist jeden Tag nach Österreich ein. Dabei darf er aber nur zehn Mark im Monat einführen. Als er in einem Café seine Rechnung nicht bezahlen kann, hilft ihm das Stubenmädchen Konstanze, in das er sich sofort verliebt. Es stellt sich aber heraus, dass Konstanze keine kleine Angestellte ist...

Regie: Hans Deppe
Drehbuch: Erich Kästner (Roman "Georg und die Zwischenfälle")
Kamera: Kurt Schulz
Musik: Ludwig Schmidseder

Darsteller:

Willy Fritsch Dr. Georg Rentmeister, Lachforscher
Hertha Feiler Komtesse Konstanze von Raitenau
Heinz Salfner Graf Leopold von Raitenau, Vater der Komtesse
Louis Soldan Franz-Xaver von Reitenau, sein Sohn
Hans Leibelt Dirksen, Fabrikant aus Berlin
Hilde Sessak Jutta, seine Tochter
Hans Richter Sein Sohn
Charlotte Schultz Seine Frau
Franz Weber Sein Sekretär
Charlott Daudert Dorrit, Tanzdame im Hotel

Der Film zeigt die Absurdität eines verteilten Deutschlands, und wurde von dem allierten Besetzer verboten.

http://dfiles.eu/files/q5q7mj61d

Samstag, 17. August 2013

Westfront 1918 - Vier von der Infanterie (1930)


Westfront 1918 - Vier von der Infanterie ist ein deutscher Antikriegsfilm von G.W. Pabst aus dem Jahr 1930.

Handlung:

Frankreich 1918. In den letzten Monaten des Ersten Weltkriegs verbringen vier Infanteristen – der Bayer, der Student, Karl und der Leutnant – ein paar Ruhetage hinter der Front. Dabei verliebt sich der Student in das französische Bauernmädchen Yvette. Wieder an der Front erleiden die vier aufs Neue den Kriegsalltag mit Entbehrungen, Schmutz und Todesgefahr. Der Bayer, Karl und der Leutnant werden verschüttet, der Student gräbt sie aus. Später geraten sie irrtümlich unter den Beschuss eigener Artillerie, und wieder rettet sie der Student: Als Meldegänger riskiert er sein Leben, um die Einstellung des Feuers zu erwirken.

Karl erhält Urlaub in die hungernde Heimat und erwischt prompt seine Frau im Bett mit einem Metzgergesellen...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     G.W. Pabst
Drehbuch     Ladislaus Vajda, Peter Martin Lampel
Produktion     Seymour Nebenzal
Musik     Alexander Laszlo
Kamera     Fritz Arno Wagner, Charles Métain
Schnitt     Wolfgang Loe-Bagier

Besetzung

    Fritz Kampers: Der Bayer
    Gustav Diessl: Karl
    Hans-Joachim Moebis: Der Student
    Claus Clausen: Der Leutnant
    Gustav Püttjer: Der Hamburger
    Jackie Monnier: Yvette
    Hanna Hoessrich: Karls Frau
    Else Heller: Karls Mutter
    Carl Balhaus: Schlachtergeselle
    Wladimir Sokoloff: Proviantmeister

Das Drehbuch beruht auf dem Roman Vier von der Infanterie von Ernst Johannsen. Westfront 1918 hatte 7 Monate vor dem amerikanischen und etwa ähnlichen Antikriegsfilm Im Westen nichts Neues am 23. Mai 1930 in Berlin Premiere.

1933 wurde der Film verboten, weil er eine ganz einseitige und deshalb unwahre Darstellung vom Krieg zeige und das lebenswichtige Interesse des Staates, den Wehrwillen des Volkes aufrecht zu erhalten und zu stärken gefährden würde.

http://dfiles.eu/files/a3fpe84nh

Donnerstag, 15. August 2013

Besatzung Dora (1943)


Besatzung Dora ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1943. Zwei Leutnants und zwei Unteroffiziere bilden die Besatzung des Aufklärerflugzeugs Dora.

Handlung:

Die Fliegerbesatzung der "Dora" bewährt sich in zahlreichen Manövern und Kämpfen für die Fernaufklärung. Die Männer, die sich gut verstehen, haben auch privat so manches Abenteuer zu bewältigen. Besonders, als Frauen und die Liebe das Feld kreuzen...

Stab:

Regie     Karl Ritter
Drehbuch     Karl Ritter, Fred Hildenbrandt
Musik     Herbert Windt
Kamera     Heinz Ritter, Theodor Nischwitz
Schnitt     Gottfried Ritter

Besetzung:

    Roma Bahn: Fräulein Bornschlegel, Laborantin im Reservelazarett
    Josef Dahmen: Feldwebel Otto Roggenkamp, Bordfunker
    Charlott Daudert: Mathilde Kruschke, genannt Cora Corona, Modistin
    Suse Graf: Dr. med. Marianne Güldener, Krankengymnastin
    Clemens Hasse: Leutnant Erich Krumbhaar, Flugzeugführer
    Hubert Kiurina: Leutnant Franz von Borcke, Beobachter
    Ernst von Klipstein: Hauptmann Kurt Gillhausen, Staffelkapitän
    Carsta Löck: Betty Schütte, Strassenbahnschaffnerin
    Wolfgang Preiss: Stabsarzt d.R. Dr. Wagner, Staffelarzt
    Helmut Schabrich: Oberleutnant Semmler
    Hannes Stelzer: Leutnant Joachim Krane, Flugzeugführer
    Georg Thomalla: Unteroffizier Fritz Mott, Bordschütze
    Otz Tollen: Ein Oberleutnant
    Ewald Wenck: Ober im Restaurant

Keiner der erfolgreichen Filmregisseure aus dem Dritten Reich wäre besser geeignet gewesen, einen Fliegerfilm zu drehen als Karl Ritter. Der Flugpionier war überzeugter Militarist, überzeugter Anhänger Hitlers seit 1923, Major der Luftwaffe, erfolgreicher Produzent, Autor und Regisseur von Unterhaltungs- und Fliegerfilmen wie „Pour le Mérite“ und „Stukas“. Nach sechs Wochen Aufenthalt zu Milieustudien schrieb er 1942 ein Drehbuch, in dem es keine Ateliersszenen gab. Die Realisierung sollte an den Originalschauplätzen stattfinden. So fiel am 4. August 1942 die erste Klappe für „Besatzung Dora“ an der Westfront. Bereits zwei Tage später, am 6. August gab Dr. Goebbels der deutschen Presse die Anweisung: „Es wird gebeten, über den entstehenden UFA-Film »Besatzung Dora«, Spielleitung Prof. Karl Ritter, bis auf weiteres nicht in allzu großem Umfang zu berichten und in den Berichten nicht den Schauplatz des Films zu erwähnen.“

Nachdem die Szenen im Westen abgedreht waren, fuhr die Gruppe, nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Berlin, ab Mitte Oktober für die Aufnahmen an der Ostfront. Vier Wochen später wollte man nach Afrika, um die dort spielenden Teile aufzunehmen. Doch zu dieser Zeit hatte sich die militärische Lage schon so verändert, daß sämtliche in Afrika angesiedelten Szenen in Ostia gedreht werden mussten. Ab Ende Dezember 1942 wurde ein Teil des Films auf dem Außengelände der UFA in Babelsberg aufgenommen. Der Drehschluss fiel in den Januar 1943. Im November 1943 wurde Besatzung Dora von der Filmprüfstelle aufgrund der politischen Lage für öffentliche Vorführung verboten. Der Film wurde am 2. Februar 1945 im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung vor Fluglehrschülern der Luftwaffe in Brandenburg-Briest als Ergänzung eines Vortrags gezeigt, den Karl Ritter hielt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Aufführung vom Oberkommando der alliierten Siegermächte ebenfalls unter Verbot gestellt. Heute ist in der BRD die Vorführung dieses Vorbehaltsfilms nur im Rahmen spezieller Bildungsveranstaltungen erlaubt.

Die Bildqualität ist leider schlecht.

http://dfiles.eu/files/kcx28h2o3

Donnerstag, 8. August 2013

Aufruhr in Damaskus (1939)

Joachim Gottschalk, Brigitte Horney

Aufruhr in Damaskus ist ein brandaktueller Kriegsfilm von 1939.

Handlung:

Auf dem arabisch-syrischen Schauplatz des Weltkrieges konzentriert der englische Oberst Lawrence den Angriff auf die deutsche Front zwischen Jordan und Mittelmeer und besonders auf die kleinen Forts, die am Rande der Wüste liegen. Den Wüstenkrieg sollen nicht etwa die Tommies führen, die in immer neuem Nachschub zu einer erdrückenden Übermacht anwachsen. sondern die Wüstenstämme, deren Scheichs mit gutem englischen Gold zu Verbündeten Englands gemacht werden. Im schallenlosen Sandmeer der Wüste liegt ein kleines Außenfort. Der Fahnenmast reckt die Kriegstagge des deutschen Heeres in die brütende Sonne. Wülende Angriffe arabischer Reiter wurden abgewehrt. Aber die Besattung muß Munition sparen, und auch die Lebensmittel sind nahezu erschöpft. Milzschlag und Ruhr dezimieren die kleine Truppe, die unter dem Kommando des Hauptmanns Schulz steht. Leutnant Keller erhält von ihm den Befehl, nach Damaskus zu gehen, um von dort Munition und Proviant heranzuschaffen. Mit Ufz Kroll und vier Mann soll er sich durchschlagen. Unterwegs toben Keller und seine fünf Getreuen auf eine seltsame Karawane. Die Beduinen ergreifen die Flucht und lassen ihre Beute, ein junges Mädchen, Vera Niemeyer, in den Händen der Deutschen...

Stab:

Regie:     Gustav Ucicky
Drehbuch:     Philipp Lothar Mayring, Jacob Geis; nach der Vorlage von Herbert Tjadens
Produktion:     Terra-Filmkunst GmbH
Musik:     Willy Schmidt-Gentner
Kamera:     Oskar Schnirch, Paul Rischke
Schnitt:     Gertrud Hinz

Besetzung:

Brigitte Horney     Vera Niemeyer
Joachim Gottschalk     Leutnant Hans Keller
Hans Nielsen     Hauptmann Schulz
Ernst von Klipstein     Gefreiter von Elmendonck
Paul Otto     Hauptmann Lamberty
Ingolf Kuntze     Stabsarzt Bruckner
Paul Westermeier     Unteroffizier Kroll
Gerhard Bienert     Feldwebel Lemcke
Ludwig Schmid-Wildy     Lachner
Gustav Püttjer     Wolff
Jac Diehl     Deutscher Soldat beim Rückmarsch
Erich Dunskus     Proviantmeister in Damaskus
Friedrich Gnaß     Funker Gerlach
Heinz Welzel     Sterbender Soldat Schulz

Gedreht wurde der Film vom 15. September 1938 bis Januar 1939 in Tripolis und Umgebung, Lybische Wüste, Terra-Freigelände und auf dem Dampfer "Habicht". Die Uraufführung fand am 8. März 1939 im Capitol in Berlin statt.

Der Film war unter alliierter Militärzensur verbotenen.

http://dfiles.eu/files/w0br17t1f

Freitag, 2. August 2013

Kitty und die Weltkonferenz (1939)

Hannelore Schroth, Paul Hörbiger

Kitty und die Weltkonferenz ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1939. Der Spielfilm ist die erste Regiearbeit von Helmut Käutner und basiert auf dem Bühnenstück Weltkonferenz von Stefan Donat.

Handlung:

In Lugano wird eine Weltwirtschaftskonferenz abgehalten. Am Konferenzort, dem Grand Hotel Eden, laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Journalisten und Geschäftsleute sind auf der Suche nach lukrativen Informationen. Kitty, eine Maniküre des Hotels, lernt den Journalisten Piet Enthousen kennen, in den sie sich heimlich verliebt und der sie für die Privatsekretärin des englischen Wirtschaftsministers Sir Horace Ashlin hält. Als sie am Vorabend der Konferenz mit diesem, ohne es zu wissen, eine Verabredung eingeht, stellt sie sich auch ihm im Laufe des Abendessens als seine eigene Sekretärin vor. Der Schwindel wird für beide endgültig offenbar, als Sir Horace am nächsten Morgen eine Maniküre bestellt und Kitty bei ihm im Zimmer erscheint.

Nachdem Sir Horace ihre Verbindung mit dem Journalisten Enthousen erkennt, bittet er sie, bezüglich eines Ölabkommens mit dem Staat Coprador eine Falschmeldung bei Enthousen zu streuen, um die Anleihespekulationen von Irene Sorel und Vicomte Tristan de Gavard zu verhindern...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Helmut Käutner
Drehbuch     Helmut Käutner nach einem Bühnenstück von Stefan Donat
Produktion     Walter Tost für Terra Filmkunst
Musik     Michael Jary
Kamera     Willy Winterstein
Schnitt     Fritz Stapenhorst

Besetzung:

    Hannelore Schroth: Kitty
    Fritz Odemar: Sir Horace Ashlin
    Christian Gollong: Piet Enthousen
    Maria Nicklisch: Irene Sorel
    Max Gülstorff: Vicomte Tristan de Gavard
    Paul Hörbiger: Portier Franz Huber
    Charlott Daudert: Mimi
    Hermann Pfeiffer: Paillot
    Hubert von Meyerinck: Carter
    Helmut Weiss: Bradsley
    Annemarie Schäfer: Erdely
    Gertrud Scott-Iversen: Holgerson
    Franz Arzdorf: Hoteldirektor Füßli
    Werner Stock: Portier Neumeier
    Beppo Schwaiger: 3. Portier
    Leo Peukert: Enrico Palpiti
    Leopold von Ledebur: Ministerialsekretär Mason
    Herbert Hübner: Wirtschaftsminister von Coprador
    Ali Ghito: Sekretärin des Wirtschaftsministers
    Wilhelm Bendow: Französischer Minister
    Harald Wolff: Sekretär Collins
    Michael von Newlinski: Oberkellner
    Armin Münch: Kellner
    Max Harry Ernst: Friseur
    Bert Schmidt-Moris: Liftboy
    Charles François: Tänzer
    Eduard Bornträger: Barmann
    Rudolf Schündler: Rundfunkreporter

Die Dreharbeiten fanden vom 23. Mai bis 15. Juli 1939 am Millstätter See, in Millstatt (Kärnten) und in der Ufastadt Babelsberg statt.

Die Uraufführung war 25. August 1939 in Stuttgart.

Am 3. September 1939 erklärten England und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg. Ein deutsches Friedensangebot vom 6. Oktober 1939 an die Westmächte wurde abgelehnt. Kitty und die Weltkonferenz wurde danach verboten wegen der Filmrolle des sympathischen englischen Wirtschaftsministers.

http://dfiles.eu/files/pds99iamk

Dienstag, 23. Juli 2013

Der Etappenhase (1937)

Aribert Mog, unbekannter Hase, Günther Lüders

Der Etappenhase ist ein komischer Spielfilm von Joe Stöckel.

Handlung:

Die Soldaten Franz, Claus und Heini sind 1915 in Flandern stationiert. Die drei sind die Schlitzohren der Kompanie. In der Truppe zieht Unruhe ein, als Heini einen Hasen wildert, den der Kommandant dann von den dreien beansprucht...

Stab:

Regie: Joe Stöckel
Drehbuch: Siegmund Graff, F.B. Cortan
Schwank: Karl Bunje
Musik: Marc Roland

Besetzung:

Aribert Mog     ...     Leutnant Dierck
Hermann Erhardt     ...     Franz Feldmann - Gefreiter
Günther Lüders     ...     Hein Lammers - Musketier
Alfred Maack     ...     Claus Ummen - Landsturmmann
Eduard von Winterstein     ...     Major d.L. Grothe
Erich Fiedler     ...     Ferdinand Hasenbein - Gefreiter
Arthur Schröder     ...     Der Herr Veterinär
Ewald Wenck     ...     Der Proviantsamtssekretär
Adolf Fischer     ...     Ordinnanz Meier
Leny Marenbach     ...     Marie - ein flandrisches Mädchen
Charlott Daudert     ...     Antje - ihre Freundin
Elsa Wagner     ...     Tante von Marie

Der Film wurde von dem allierten Besetzer verboten. In der Bundesrepublik wurde er um 20 Minuten gekürzt. Hier ist die vollständige Version.

http://dfiles.eu/files/g5c6gkkr0

Sonntag, 21. Juli 2013

Das unsterbliche Herz (1939)


Das unsterbliche Herz ist ein deutscher historischer Spielfilm des Regisseurs Veit Harlan aus dem Jahr 1939.

Handlung:

Martin Behaim, der berühmte Geograph und Schöpfer des ersten Globus, gerät auf einer seiner Entdeckungsfahrten in Seenot. Ganz seiner Aufgabe hingegeben, die geographische Beschaffenheitder Erde zu erforschen, ist er trotz schlechten Wetters in See gegangen. Seine Gewichtsuhren sind bei den großen Sturm stehengeblieben; er kann deshalb den Standort seines Schiffes nicht mehr bestimmen, verliert die Orientierung...

Zur selben Zeit wirkt in Nürnberg der Kunstschlosser Meister Peter Henlein, ein genialer Kopf und Freund Albrecht Dürers. Er baut an den kunstreichen Befestigungswerken der Nürnberger Burg nach Dürers Plänen und sucht gerade nach eine Möglichkeit, den bisher runden Gewehrkugeln eine neue Form zu geben, die eine größere Treffersicherheit beträgt. – Eben hat er zwei runden Kugeln zu einer länglichen zusammengeschweißt, da macht er eine Entdeckung, die ihn in größte Erregung versetzt. Er glaubt, einen Beweis dafür gefunden zu haben, daß sein Geselle Konrad seine junge Frau Ev liebt, und gerät mit Konrad in einen Streit. In der handgreiflichen Auseinandersetzung entlädt sich unglücklicherweise die Pistole mit der neuen Kugel, und diese trifft Peter Henlein dicht unter dem Herzen. Der schnell herbeigeholte Arzt, Henleins Freund, Hermann Schedel, operiert ihn sofort; er ahnt nicht, daß die Kugel aus zwei Hälften bestand, und so bleibt die eine Hälfte in Henleins Brust. Die leichte Spannung, die zwischen dem reifen fünfundvierzigjährigen Mann und seiner blutjungen, lebenshungrigen Frau, schon immer vorhanden war, wächst nun, durch die kommenden Ereignisse dramatisch gesteigert, sich zu einen tragischen Konflikt aus...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Veit Harlan
Drehbuch     Veit Harlan, Werner Eplinius, Richard Billinger
Buchvorlage     Walter Harlan
Produktion     Gerhard Staab
Musik     Alois Melichar, Johann Sebastian Bach
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Marianne Behr

Besetzung:

    Heinrich George: Peter Henlein
    Kristina Söderbaum: Ev, Peter Henleins Frau
    Auguste Prasch-Grevenberg: Barbara Henlein
    Paul Wegener: Dr. Schedel
    Raimund Schelcher: Konrad Windhalm
    Michael Bohnen: Martin Behaim
    Paul Henckels: Güldenbeck
    Ernst Legal: Bader Bratvogel
    Eduard von Winterstein: Richter Sixtus Heith
    Franz Schafheitlin: Burghauptmann Zinderl
    Jakob Tiedtke: Schöffe Weihrauch
    Wolf Dietrich: Graf Pankraz
    Josef Dahmen: Ein Matrose
    Hans Quest: Henner
    Heinz Dugall: Fischerjunge
    Klaus Detlef Sierck: Junge bei der Beerdigung
    Milena von Eckhardt: Fischverkäuferin
    Lili Schoenborn-Anspach: Patientin von Bader Bratvogel
    Fred Köster: Kaiser Maximilian von Habsburg
    Bernhard Minetti: Martin Luther
    Wolfgang Eichberger

Sehr frei nach dem Bühnenstück "Das Nürnbergisch Ei" von Walter Harlan, Vater des Regisseurs Veit Harlan. Der Film zeigt große Anzahl romantisierter historischer Ungenauigkeiten.

Die Dreharbeiten wurden in dem Zeitraum vom Juli bis Dezember 1938 in Nürnberg (Nürnberger Burg, St. Lorenz Kirche) und Binz auf Rügen, Swinemünde und bei der Ostsee gedreht. Die Uraufführung fand am 9. Februar 1939 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt. 

Der Film wurde 1945 von dem allierten Besatzer verboten.

http://dfiles.eu/files/eux6eznqz

Die goldene Stadt (1942)

 Kristina Söderbaum und Paul Klinger

Die goldene Stadt ist ein deutscher Spielfilm in Agfacolor von Veit Harlan aus dem Jahr 1942.

Handlung:

Oben im Quellgebiet der Moldau, eingeengt in den Hof ihres Vaters, eingeschlossen zwischen Moor und Sumpf, lebt Anna Jobst ihr junges Leben. Ihre große Sehnsucht ist die Stadt Prag, deren goldene Türme und Kuppeln ihr den Bei­namen gaben. Diese Sehnsucht wurde wohl schon mit der Geburt in das Mädchenherz gelegt, denn ihre Mutter ist aus dieser „goldenen Welt" gekommen und trug auch diese un­stillbare Sehnsucht ihr Leben lang durch den harten, dörflichen Alltag, bis sie eines Tages an der kleinen Birkenbrücke aus dem Moor gezogen wurde. — Aber drängend wird in Annas Brust dieses Verlangen erst, seitdem der Prager Ingenieur Leidwein in dem Dorf aufgetaucht ist. Dieser junge, elegante Mann ist so ganz anders als Annas Verlobter, der Bauer Thomas. Der Vater merkt dieses Spiel. Er läßt einen anderen Ingenieur kommen. — Als der Bauer eines Tages vom Pferdemarkt zurückkehrt, da ist Anna verschwunden. Sie wollte bis zu seiner Rückkehr zu Hause sein. Sie wollte nur einen einzigen Tag lang in Prag gewesen sein, die Paläste und den großen Dom gesehen haben. Aber die „gol­dene Stadt" hält sie fest. — Da geht sie nun durch die Straßen und möchte schreien vor Glück. Neben ihr geht Toni, ihr leichtsinniger Vetter. Als der Abend herankommt und sie zum Zuge will, da kann sie nicht los von Toni. Tage des Glücks, wie sie sie nie erlebt hat, umfangen sie und machen sie blind gegen ihre Umwelt. Anna sieht nicht, wie die „gol­dene Stadt" um sie herum zum Moloch wird...

Altersfreigabe     FSK 16 (zensurierte Fassung)

Stab:

Regie     Veit Harlan
Drehbuch     Veit Harlan, Alfred Braun, Werner Eplinius
Schauspieloriginal     Richard Billinger
Produktion     UFA
Musik     Hans-Otto Borgmann, Bedřich Smetana
Kamera     Bruno Mondi (Agfacolor)

Besetzung:

    Kristina Söderbaum: Anna Jobst
    Eugen Klöpfer: Melchior Jobst
    Annie Rosar: Annas Tante
    Dagny Servaes: Lilli
    Paul Klinger: Ingenieur Leitwein
    Kurt Meisel: Toni
    Rudolf Prack: Thomas
    Liselotte Schreiner: Marischka
    Hans Hermann Schaufuß: Nemetschek
    Frida Richard: Frau Amend
    Inge Drexel: Magd Julie
    Walter Lieck: Julies Bräutigam Ringl
    Ernst Legal: Bauer Pelikan
    Maria Hofen: Bäuerin
    Valy Arnheim: Notar Alois Wengraf
    Else Ehser: Dienstmagd bei Anna Jobst
    Hugo Flink: Briefträger in Prag
    Josef Dahmen: Bauer
    Karl Harbacher: Bauer
    Emmerich Hanus: Bauer

Der Streifen war nach Frauen sind doch bessere Diplomaten der zweite deutsche Spielfilm in Farbe. Er war ein Riesenerfolg. Bei Produktionskosten von ca. etwa 2.726.000 RM betrug das Einspielergebnis bis Januar 1943 des Films schon 6.401.000 RM und im November 1944 wuchs es auf 12.500.000 RM. Bei der Internationalen Filmkunstausstellung 1942 in Venedig (Biennale) erhielt der Film, der hier bereits am 3. September 1942 seine Uraufführung erlebte, den Pokal Volpi für die "beste Schauspielerische Leistung einer Darstellerin" (Kristina Söderbaum). Wegen seiner besonderen Qualität als Farbfilm wurde er mit dem Preis des Präsidenten der Internationalen Filmkammer ausgezeichnet. Veit Harlan hatte im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda durchgesetzt, ausschließlich Farbfilme drehen zu dürfen, die allerdings besonders kostspielig waren. Um die zur Verfügung stehenden Mittel wirtschaftlicher einsetzen zu können, beschloß man die Farbfilme Die goldene Stadt, Immensee und Pole Poppenspähler (frühzeitig aufgegeben) möglichst zur gleichen Zeit an den gleichen Drehorten und in den gleichen Kulissen aufzunehmen, die natürlich geringfügig umzugestalten waren. Der Film wurde mit dem Prädikat "künstlerisch besonders wertvoll" ausgezeichnet. Veit Harlan (Regie), Kristina Söderbaum (sie spielt die weibliche Hauptfigur) und Eugen Klöpfler, der öfters ihren Vater spielte, hatten in gleicher Konstellation zuvor schon Erfolge mit Jud Süß verbucht. Der ursprünglich mit einer Vorführdauer von 110 Minuten verliehene Film wurde 1945 von den Alliierten verboten und erst 1954 wurde eine zensurierte Version, gekürzt auf 104 Minuten, wieder herausgebracht. Der Vorspann dieser Fassung beginnt mit "Die goldene Stadt wurde 1942 im Kriege hergestellt und ist einer der ersten deutschen Farbfilme. Die Bild- und Tonnegative waren verlagert, sie wurden jetzt wieder aufgefunden." was natürlich nicht ganz wahr ist.

http://dfiles.eu/files/vgdoxud15

Freitag, 5. Juli 2013

Annelie (1941)


Annelie ist ein Drama über das ganze Leben einer Frau.

Handlung:

Eine Viertelstunde der Neujahrsnacht 1871 war verstrichen, als eine feine, silberne Stimme den zwischen Sorge und Ungeduld kämpfenden Katasteramtsrat Dörensen mit dem beglückenden Stolz erfüllte, daß er Vater geworden war. Annelie hatte sich endlich eingestellt, sein Kind. Herr Dörensen fühlte sich als kleiner König und mußte es dem holden, kleinen Menschenwesen verzeihen, dass es nicht schon um Mitternacht, wie er gehofft hatte, sondern „eigentlich" eine Viertelstunde zu spät zur Welt gekommen war. Doch Annelie blieb dieser „Viertelstunde zu spät“ treu, zur Freude und zum Leide...

Stab:

Regie:     Josef von Baky
Drehbuch:     Thea von Harbou; nach dem Bühnenstück "Annelie" von Walter Lieck
Produktion:     UFA
Musik:     Georg Haentzschel
Kamera:     Hanns König, Werner Krien
Schnitt:     Walter Wischniewsky

Besetzung:

Luise Ullrich     Annelie
Werner Krauß     Katasteramtsrat Dörensen
Käthe Haack     Frau Dörensen
Karl Ludwig Diehl     Dr. Laborius
Ilse Fürstenberg     Ida, Hausmädchen bei Dörensen
Albert Hehn     Reinhold
John Pauls-Harding     Gerhard
Johannes Schütz     Rudi
Axel von Ambesser     Georg, Annelies Verehrer
Eduard von Winterstein     Sanitätsrat Heberlein
Josefine Dora     Hebamme

Die Dreharbeiten wurden in der nähe von Königsberg gedreht. Die Uraufführung fand am 9. September 1941 im Gloria-Palast in Berlin statt.  Dieser rührende Film mit magischen Elementen war unter alliierter Militärzensur verboten.

http://dfiles.eu/files/j5x1735lj

Montag, 1. Juli 2013

Hochzeit auf Bärenhof (1942)


Hochzeit auf Bärenhof ist der Titel einer freien Literaturverfilmung von 1942 unter der Regie von Carl Froelich. Hochzeit auf Bärenhof beruht auf Hermann Sudermanns Erzählung Jolanthes Hochzeit. Die Geschichte einer Liebe aus besseren Tagen.

Handlung:

Unsere Ulanen: 16. August 1870 - Attacke bei Mars-la-Tour während des deutsch-französischen Krieges - “Doch ein Blutritt war es, ein Todesritt, tief die Lanzen - hoch die Fahnen! So haben wir sie auseinandergesprengt - Kürassiere und Ulanen!”

25 Jahre später, 16. August 1895: Auf Gut Bärenhof im Hause des Barons Maximilian von Hanke, der 1870 einer der tapfersten und forschesten Ulanen war, findet ein rauschendes Fest statt. Der Ulanenoffizier Lothar von Pütz, dem Baron von Hanke ein väterlich verbundener Freund ist, lernt hier Roswitha von Krakow kennen. Die beiden jungen Menschen verstehen sich sofort und tanzen den ganzen Abend miteinander. Als er sich Roswitha mit vollem Namen vorstellt, erschrickt die junge Frau. Ihre Familien sind so lange sie zurückdenken kann miteinander verfeindet...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Carl Froelich
Drehbuch     Jochen Kuhlmey, Gustav Lohse
Produktion     Carl Froelich, Friedrich Pflughaupt
Musik     Theo Mackeben
Kamera     Günther Anders
Schnitt     Johanna Schmidt

Besetzung:

    Heinrich George: Baron Max von Hanke, Herr auf Bärenhof
    Lina Carstens: seine Schwester, Fränze von Hanckel
    Paul Wegener: Leonhard von Krakow
    Carola Toelle: seine Frau
    Ilse Werner: ihre Tochter Roswitha
    Ernst von Klipstein: Lothar von Pütz, Ulanenoffizier
    Albert Florath: Kammerherr von Pütz
    Alice Treff: Lothars Verehrerin
    Walter Steinbeck: der Herr Landrat
    Hildegard Grethe: Frau des Landrats
    Karl Dannemann: Karl Zitzow, Baron von Hankes Kutscher und Kammerdiener
    Sigrid Becker: Lisbeth, Roswithas Kammermädchen
    Ernst Waldow: ein redseliger Hochzeitsgast und Regierungsrat
    Charlotte Schultz: Tante Elfriede, eine kritische Verwandte
    Ernst Dernburg: Kommandeur
    Eduard Wesener: Adjutant von Klewitz
    Rudolf Klein-Rogge: Sanitätsrat
    Emil Heß: Königliche Hoheit
    Antonie Jaeckel: Frau von Schwerdtfeger
    Else Reval: Mamsell
    Gerhard Dammann: Auktionator
    Ernst Rotmund: Buchmacher
    Erik Radolf: Adjutant
    Hanne Fey: Lothars Tischdame
    Paul Mederow: Rechtsanwalt
    Arthur Kühn: eine Ordonnanz
    Hugo Froelich: Kutscher Basedow
    Alfred Karen: ein Zivilist beim Polterabend
    Egon Vogel: Begleiter des Buchmachers

Die Dreharbeiten fanden zwischen dem 18. August und Anfang November 1941 statt. Gedreht wurde in Berlin-Karlshorst und in der Ufastadt in Babelsberg.

Am 8. Juni 1942 fand die Uraufführung des Films in zwei Berliner Lichtspielhäusern statt.

Es handelt sich um einen Film der Universum Film (UFA). Er befindet sich auf der Liste der unter alliierter Militärzensur verbotenen deutschen Filme.

http://dfiles.eu/files/1vp4vv63t

Montag, 24. Juni 2013

Die Koffer des Herrn O. F. (1931)


Die Koffer des Herrn O.F. ist eine deutsche Filmsatire aus der Kleinstadtwelt von 1931. In ihr sind die späteren Hollywoodstars Hedy Lamarr (1931 noch Hedwig Kiesler) und Peter Lorre in zwei ihrer frühen Filmhauptrollen zu sehen.

Handlung:

Die deutsche Kleinstadt Ostend lebt im Dornröschenschlaf vor sich hin und scheint unberührt von den Ereignissen draußen in der großen, weiten Welt. Eines Tages stranden dreizehn Koffer im Ort, die mit den Initialen „O.F.“ beschriftet sind. Zeitgleich wurden in der einzigen Herberge der Stadt, dem Grand Hotel, sechs Zimmer vorbestellt. Diese Ereignisse lassen die Honoratioren innerlich vibrieren. Der zu erwartende Gast scheint offensichtlich schwerreich zu sein, kommt womöglich eine bedeutende Persönlichkeit in das verschlafene Nest? Der Bürgermeister und mehrere Geschäftsleute wollen jedenfalls die sich abzeichnende Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen und bereiten sich darauf vor, den Unbekannten würdig und mit allen Ehren zu empfangen. Der Zeitungsredakteur Stix hat daraufhin den Einfall und streut mit dem Bauunternehmer Stark das Gerücht, dass es sich bei dem potenten Gast nur um den Milliardär Oscar Flott handeln kann, der für Ostend hochfliegende Baupläne mit sich führt...

Stab:

Regie     Alexis Granowsky
Drehbuch     Leo Lania, Alexis Granowsky
Produktion     Ernst Nölle für Tonbild-Industrie GmbH
Musik     Karol Rathaus, Erich Kästner (Lieder)
Kamera     Reimar Kuntze, Heinrich Balasch
Schnitt     Paul Falkenberg, Conrad von Molo

Besetzung:

    Alfred Abel: Bürgermeister
    Hedwig Kiesler: Helene, seine Tochter
    Peter Lorre: Redakteur Stix
    Harald Paulsen: Bauunternehmer Stark
    Ludwig Stössel: Hotelier Brunn
    Ilse Korseck: Sekretärin des Bürgermeisters
    Margo Lion: Viola Volant
    Liska March: Eve Lune
    Hadrian Maria Netto: Friseur Jean
    Hertha von Walther: seine Frau
    Josefine Dora: ihre Mutter
    Franz Weber: Schneider Dorn
    Maria Karsten: seine Frau
    Fanny Schreck: ihre Mutter
    Fred Döderlein: Alexander
    Bernhard Goetzke: Prof. Smith, Vorsitzender der Weltkonferenz
    Meinhart Maur: Arzt
    Aribert Mog: Gehilfe des Baumeisters
    Eduard Rothauser: Reisebürodirektor
    Elsa Wagner: seine Sekretärin
    Gaby Karpeles: Modesalon-Gehilfin
    Barnabás von Géczy: Kapellmeister
    Hans Hermann Schaufuß: Hausdiener Peter
    Franz Stein: Gesangslehrer
    Ernst Wurmser: Dirigent der Feuerwehrkapelle
    Friedrich Ettel: Apotheker
    Fritz Alberti: Verkünder der Hochzeiten und Geburten
    Ernst Behmer: Postmeister von Ostend
    Leo Monosson: Hotelkellner
    Valeska Stock: Frau auf der Hausbank
    Klaus Pohl: Bürger aus Ostend
    Paul Rehkopf: Bürger aus Osteend
    Eduard Bornträger: Honoratior aus Ostend

und Ernst Busch, Maria Forescu, Otto Waldis.

Gedreht wurde der Film vom 15. September bis 17. Oktober 1931 in den Jofa-Ateliers in Berlin-Johannisthal. Die Uraufführung fand am 2. Dezember 1931 in den Berliner Terra-Lichtspielen Mozartsaal statt. Der Film erhielt das Prädikat „künstlerisch“. Der Film Man braucht kein Geld (1931) hat das gleiche Thema und hat ebenfalls Hedwig Kiesler in der Hauptrolle.

Die musikalische Leitung hatte Kurt Schröder, die Texte stammen von Erich Kästner. Die Bauten entwarf Erich Czerwonski, Hans Conradi war Produktionsleiter. Für den Ton zeichnete Hans Grimm verantwortlich. Der spätere Kameramann Eugen Klagemann arbeitete bei diesem Film als Standfotograf.

Im Dritten Reich ordnete die Reichsfilmkammer eine erhebliche Kürzung des Films an und er kam anschließend unter dem Titel Bauen und heiraten erneut in die Kinos. 1976 lief im ZDF eine restaurierte Fassung des Originalfilms. In dieser Version sind gekürzte Szenen mit "verboten" angezeigt.

Bildqualität dieser ZDF-Version ist schlecht.

http://dfiles.eu/files/zztxgu3m5

Mittwoch, 19. Juni 2013

Jugendliebe (1943)


Jugendliebe ist ein dramatischer Liebesfilm.

Handlung:

Schon seit vielen Jahren sind die Bauern Manz und Burger, deren Höfe direkt nebeneinander liegen, dicke Freunde. Und auch ihre Kinder, Vroni und Friedel, verstehen sich bestens. Schon bald, da sind sich alle einig, soll eine große Hochzeit gefeiert werden. Doch dann kommt alles anders: Ein Acker, der zwischen den beiden Höfen liegt, soll versteigert werden. Manz und Burger beschließen, das Landstück gemeinsam zu erwerben, um es dann zu teilen. Als der wohlhabende Gastwirt Paust die Gebote für den Acker immer weiter in die Höhe treibt, überbietet Manz seinen Freund Burger und erhält den alleinigen Zuschlag. Darauf kommt es zu einem heftigen Streit zwischen den beiden...

Regisseur: Eduard von Borsody  
Buch: Eduard von Borsody    

Julius Eckhoff     ...     Gemeindediener
Hans Hanauer     ...     Bauer
Maria Hofen     ...     Kellnerin Kathi
Karl Kalwoda     ...     Alter Lechner
Fritz Kampers     ...     Gastwirt Paust
Leopold Kerscher     ...     Vater Manz
Otto Kustermann     ...     Knecht Hias
Rose Marten     ...     Vroni Burger
Käte Merk     ...     Mutter Mena Burger
Hans Oettl     ...     Bauer
John Pauls-Harding     ...     Friedel Manz
Louis Ralph     ...     Alter Bauer
Willy Rösner     ...     Vater Burger
Hans Adalbert Schlettow     ...     Viehhändler
Luise Stranzinger     ...     Kellnerin Sepha 

Wie Romeo und Julia auf dem Dorfe basiert der Film auf die gleichnamige Erzählung von Gottfried Keller. Die Geschichte verläuft aber etwas anders...

Oktober 1944 wurde der Film verboten.

http://dfiles.eu/files/8opgp1x2v

Samstag, 15. Juni 2013

Das Stahltier (1934)


Das Stahltier ist ein Industriefilm aus dem Jahr 1934. Er wurde im Auftrag der Reichsbahn zum 100. Jahrestag (1935) der ersten deutschen Eisenbahn gedreht.

Handlung:

Der Werkstudent Claaßen absolviert ein Praktikum unter Gleisarbeitern. Es fällt ihm als Intellektuellem zunächst schwer, Kontakt zu den Arbeitern zu finden. Da er sich aber nicht scheut, auch dreckige Arbeiten zu erledigen, sehr viel über die Geschichte der Eisenbahnen weiß und auch seine Begeisterung für die Eisenbahn nicht verbirgt, werden er und die Arbeiter sich zusehends vertrauter. Er erzählt in den Arbeitspausen die Geschichte vom Dampfwagen des Nicholas Cugnot über verschiedene andere Erfinder bis hin zur ersten deutschen Eisenbahn im Jahre 1835.

Zum Schluss der Geschichte muss er auf einer Dampflok der Baureihe 18.5 noch eine Fahrprüfung ablegen...

Stab:

Regie     Willy Zielke
Idee     Willy Zielke
Kamera     Willy Zielke
Produktion     Deutsche Reichsbahn
Musik     Peter Kreuder

Besetzung:

    Aribert Mog: Werkstudent Claaßen
    Max Schreck: Cugnot

Das Stahltier ist ein Industriefilm im expressionistischen Stil. Mit verkanteter Kamera, teilweise atemberaubenden Schnitten, einer von Peter Kreuder hierzu bildgenau komponierten Filmmusik stellt der Film mit seiner spielfilmähnlichen Rahmenhandlung einen Meilenstein der Dokumentation dar.

Für den Film wurden funktionstüchtige Nachbauten der historischen Dampffahrzeuge verwendet. Die Replika der Puffing Billy wurde 1906 beispielsweise für das Deutsche Museum in München gebaut. Als Bahnarbeiter wurden Laiendarsteller eingesetzt.

Nach der Uraufführung 1935 im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung wurde der Film danach noch zur Schulung von Kameraleuten der PK (Propagandakompanie) in geschlossenen Veranstaltungen eingesetzt. Nach dem Krieg war er zunächst verschollen, aber eine Kopie hatte im Besitz von Leni Riefenstahl den Krieg überstanden. Im Auftrag der Deutschen Bundesbahn erstellte Zielke 1954 eine verkürzte Fassung, mit der der Film erstmals öffentlich uraufgeführt wurde. Seither steht er in einer 45-minütigen, d. h. weiter gekürzten, Verleihfassung im 16-mm-Format zur Verfügung. Die Urfassung wurde ebenfalls in das Filmarchiv der Bundesbahn aufgenommen. Erst 1985, im Rahmen der 150-Jahr-Feier der deutschen Eisenbahnen, wurde die Urfassung ein größeres Publikum gezeigt.

Hier ist die komplette Fassung.

http://dfiles.eu/files/g1d2p16fc

Montag, 10. Juni 2013

Jud Süss (1940, english subtitles)


Jud Süss ist ein historischer Film, den im BRD außerhalb von rituellen Rahmenbedingungen niemand sehen darf.

Handlung:

Joseph Süß Oppenheimer, ein jüdischer Finanzbeamter, erlangt durch Zuwendungen die Gunst des Herzogs und überredet diesen zu immer weiterer Untreue gegenüber seinem Volk zu Gunsten seines eigenen luxuriösen Hofstaates...

Stab:

Regie     Veit Harlan
Drehbuch     Veit Harlan und Eberhard Wolfgang Möller nach Ludwig Metzger
Produktion     Otto Lehmann
Musik     Wolfgang Zeller
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Friedrich Karl von Puttkamer, Wolfgang Schleif

Besetzung:

    Ferdinand Marian: Joseph Süß Oppenheimer
    Werner Krauß: Sekretär Levy, Rabbi Loew, Schächter Isaak, Alter am Fenster
    Heinrich George: Karl Alexander, Herzog von Württemberg
    Kristina Söderbaum: Dorothea, Sturms Tochter
    Eugen Klöpfer: Landschaftskonsulent Sturm
    Hilde von Stolz: Herzogin von Württemberg
    Malte Jaeger: Aktuar Karl Faber
    Albert Florath: Obrist Röder
    Theodor Loos: von Remchingen
    Walter Werner: Herr Fiebelkorn
    Jakob Tiedtke: Konsistorialrat
    Erna Morena: Frau des Konsistorialrats
    Else Elster: Luziana
    Willy Kaiser-Heyl: Sitzungsteilnehmer
    Wilhelm Egger-Sell: Sitzungsteilnehmer
    Eduard Wenck: Hausbesitzer
    Käte Jöken-König: Frau Bogner
    Emil Heß: Schmied Hans Bogner
    Ursula Deinert: Primaballerina
    Erich Dunskus: Meister der Schmiedezunft
    Heinrich Schroth: Herr von Neuffer
    Bernhard Goetzke: Statist
    Horst Lommer: Offizier
    Wolfgang Staudte: Freund Fabers
    Valy Arnheim: Statist
    Franz Arzdorf: Offizier der Leibwache
    Reinhold Bernt: Folterknecht
    Lewis Brody: schwarzer Diener des Herzogs
    Franz Klebusch: Statist
    Paul Mederow: Richter Ratner
    Hans Meyer-Hanno: Stadtbeamter
    Hellmuth Passarge: Soldat beim Prozess
    Josef Peterhans: Kontrollierender Offizier
    Arthur Reinhardt: Statist
    Ernst Stimmel: Statist
    Walter Tarrach: Folterknecht
    Otz Tollen: Statist
    Hans Waschatko: Mann der Landstände

Die Alliierten hatten den Film auf ihre Verbotsliste gesetzt. In der BRD wird die öffentliche Aufführung von Jud Süß vom selbsternannten "Rechteinhaber", der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, nur mit einem begleitenden Kommentar sowie unter Auflagen gestattet und der Vertrieb des Films untersagt (Vorbehaltsfilm). In Österreich und der Schweiz hingegen ist der Film frei verfügbar. In der DDR wurde den Film im Fernsehen gezeigt.

Regisseur Veit Harlan stand nach dem Krieg mehrfach vor Gericht. Er wurde unter anderem wegen „Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ angeklagt. Ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten konnte Harlan jedoch nicht nachgewiesen werden, so daß er freigesprochen wurde. Kritiker des Regisseurs versuchten danach, eine öffentlichkeitswirksame Tätigkeit Harlans in der Bundesrepublik Deutschland durch Boykottaufrufe zu verhindern.

http://dfiles.eu/files/sptbwatgb